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Schulkinder stehen in Amtzell vor ihrer Grund- und Hauptschule. Nach dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung haben die Haupt- und Werkrealschulen im Südwesten massiv Neuanmeldungen eingebüßt.
Anmeldezahlen bei Haupt- und Werkrealschulen halbiert © Symbolbild: dpa
02.04.2012

Verband: Anmeldezahlen bei Haupt- und Werkrealschulen halbiert

Stuttgart/Remshalden (dpa/lsw) - Nach dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung haben die Haupt- und Werkrealschulen im Südwesten massiv Neuanmeldungen eingebüßt.

Eine stichprobenartige Erhebung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) nach den Anmeldeterminen in der vergangenen Woche ergab, dass sich die Übertrittsquote von zuletzt 23,7 Prozent im kommenden Schuljahr 2012/13 voraussichtlich halbiert. «Die Haupt- und Werkrealschule wird immer mehr zum Auslaufmodell», sagte VBE-Sprecher Michael Gomolzig der Nachrichtenagentur dpa am Montag.

In manchen Schulen komme gar keine fünfte Klasse mehr zustande. So seien in seiner mit einer Grundschule verbundenen Hauptschule in Remshalden (Rems-Murr-Kreis) gerade mal zwei Schüler für die fünfte Klasse angemeldet worden, berichtete der Schulleiter. Beim Philologenverband hieß es, die Gymnasien hätten nur leicht zugelegt. Allerdings sei durch die unerwartet hohen Anmeldezahlen für die 22 Versuchsschulen mit neunjährigen Zügen ein Teil des erwarteten Ansturms abgeschöpft worden, erläuterte Verbandschef Bernd Saur.

Statt der prognostizierten 1500 Schüler hätten sich rund 2200 für den längeren Weg zum Abitur entschieden. Im Schuljahr 2011/12 waren 34,2 Prozent der Grundschulabgänger auf die Realschule und 40,9 Prozent aufs Gymnasium gewechselt.

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