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Foto: Symbolbild © dpa
08.11.2016

Verdacht auf Vogelgrippe am Bodensee - Ergebnisse am Mittwoch

Konstanz (dpa/lsw) - Bei mehreren toten Wildvögeln am Bodensee besteht der Verdacht auf Vogelgrippe. Proben toter Reiherenten aus der Nähe von Konstanz wurden zum Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostsee-Insel Riems gesandt, wie das Agrarministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Dort werde nun geklärt, ob es sich um die stark krankmachende oder die weniger krankmachende Form handelt.

Das Ergebnis liegt voraussichtlich am Mittwoch vor. Die toten Reiherenten waren vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg (CVUA) und vom Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt Aulendorf-Diagnostikzentrum positiv auf Vogelgrippe getestet worden.

Sollte das Institut den Verdacht bestätigen, will sich Minister Peter Hauk (CDU) am Mittwoch in Konstanz ein Bild machen und sich mit Landrat Frank Hämmerle über die weiteren Maßnahmen informieren.

In Schleswig-Holstein hat das Institut den Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. Es handelt es sich um eine Geflügel stark krankmachende Variante, die deswegen auch Geflügelpest genannt wird. Als Vorsichtsmaßnahme ordnete Kiel eine Stallpflicht für Geflügel wie Hühner, Puten oder Gänse an.

Im Kreis Plön richtet das Veterinäramt einen Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern um die Fundstellen der Wildvögel ein. Seit dem Wochenende wurden mehr als 200 tote Vögel entdeckt. Den Angaben zufolge handelt es sich überwiegend um gut genährte Reiherenten. Es sind aber auch Blässhühner, Schwäne, Gänse und Möwen betroffen.