nach oben
EIn 34-Jähriger hat sich am Mittwochabend eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.
EIn 34-Jähriger hat sich am Mittwochabend eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. © Symbolbild dpa
18.01.2018

Verfolgungsjagd, Schüsse auf Reifen und Crash mit der Polizei

Asperg. Es gleicht einem Actionfilm im Kino: Ein 34-jähriger Autofahrer kirgisischer Herkunft hat sich von Asperg aus eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert – Schüsse auf Reifen, rücksichtlose Überholmanöver und Crash mit einem Streifenwagen inklusive.

Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilt, kam es am Mittwochabend zu der spektakulären Verfolgung. Gegen 19 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei einen schwarzen BMW mit Stuttgarter Kennzeichen, der in Asperg in Schlangenlinien unterwegs war. Eine Streife des Polizeireviers Kornwestheim war gerade in der Nähe und wollte den BMW anhalten und kontrollieren. Als der 34-jährige Fahrer die Polizisten bemerkte, gab er Gas und flüchtete in Richtung Markgröningen.

Weitere Streifenwagen nahmen die Verfolgung des Fahrzeugs auf. Während seiner Flucht überholte der Rowdy mehrmals rücksichtslos und gefährdete Autofahrer im Gegenverkehr. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. In Markgröningen krachte der BMW-Fahrer mit einem Polizeiauto zusammen und das Fluchtfahrzeug kam kurz zum Stehen. Der Fahrer beschleunigte aber sofort wieder. Die Polizisten schossen mehrmals auf die Reifen des BMW, doch der Kugelhagel konnte ihn nicht aufhalten.

Über Tamm fuhr der 34-Jährige auf die A81 in Richtung Stuttgart. Die Polizei schaffte es schließlich, den Fahrer zwischen Ludwigsburg-Nord und Zuffenhausen zu stoppen und festzunehmen.

Was treibt einen Mann dazu, sich eine derartige heftige Verfolgungsjagd mit der Polizei zu liefern? Wie sich herausstellte, hatte er gleich mehrere Gründe für seine Flucht: Der 34-Jährige war der Polizei bereits wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten bekannt. Zudem war er alkoholisiert (den Alkoholwert konnte die Polizei noch nicht konkretisieren), sein Fahrzeug war nicht zugelassen und die Kennzeichenschilder am BMW waren bereits am 25. Dezember als gestohlen gemeldet worden. Daneben hat der Mann noch eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zu verbüßen. Er wurde noch am Mittwochabend in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Wegen des großen Polizeieinsatzes war die Autobahn in Richtung Stuttgart ab 19.25 Uhr kurzzeitig voll gesperrt.