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Foto: Symbolbild © dpa
16.04.2015

Verkehrsminister Hermann für mehr Tempo-30 Zonen

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) unterstützt die Initiative der norddeutschen Bundesländer für mehr Tempo-30-Zonen an Hauptverkehrsstraßen. Die Maximalgeschwindigkeiten innerorts müssten abgesenkt werden können, um der «Vision Zero» eines Straßenverkehrs möglichst ohne Tote und Schwerverletzte nahe zu kommen, forderte Hermann anlässlich der Verkehrsministerkonferenz in Rostock am Donnerstag.

Auf Straßen mit Wohnbebauung sollte Tempo 30 die Regel sein, von der begründete Ausnahmen - etwa wegen des Verkehrsflusses oder der Luftreinhaltung - möglich sein sollten. Zwar seien in den vergangenen 25 Jahren weite Teile des Straßennetzes in den Kommunen mit Hilfe von Tempo-30-Zonen verkehrsberuhigt worden. Aber diese Zonen dürfen sich nach der derzeitigen Rechtslage nicht auf Straßen des überörtlichen Verkehrs, also Bundes-, Landes- und Kreisstraßen und weitere Vorfahrtstraßen erstrecken.

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Von zehn angefahrenen Fußgängern überlebten nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung drei bei Tempo 50 und neun bei Tempo 30. Hermann betonte: «Der Handlungsbedarf für eine Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses von Tempo 50/30 hin zu Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit und Tempo 50 als Ausnahme auf gut und sicher ausgebauten Straßen drängt sich immer stärker auf.»

Das Land unterstützt die Vorschläge der norddeutschen Länder, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Hauptverkehrsstraßen vor Grundschulen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen zu erleichtern.

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