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Verklebte Kontakte und falsche Messwerte in Philippsburg
Verklebte Kontakte und falsche Messwerte in Philippsburg
03.06.2011

Verklebte Kontakte und falsche Messwerte in Philippsburg

Philippsburg (dpa/lsw) - Verklebte Kontakte an einem Schalter und falsche Messwerte - bei den Revisionsarbeiten im Atomkraftwerk Philippsburg II (Kreis Karlsruhe) wurden erneut meldepflichtige Ereignisse festgestellt. Nach Angaben des Stuttgarter Umweltministeriums vom Freitag musste ein Leistungsschalter der Nachkühlpumpe ausgetauscht werden. Außerdem zeigten Messgeräte falsche Werte an - Grenzwerte seien aber auch bei korrekter Einstellung nicht erreicht worden.

Erst am Mittwoch war mitgeteilt worden, dass sich beim Austausch der Brennelemente in Philippsburg II ein Element nur schwer herausziehen ließ. Grund war, dass sich ein Abstandshalter verhakt hatte und dann abgerissen wurde. Eine Gefahr für das zurzeit abgeschaltete Werk entstand dabei nicht. Die abgerissenen Teile wurden weitgehend geborgen und die betroffenen Brennelemente ausgetauscht.

Laut Ministerium hatten alle Ereignisse keine oder nur eine sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung. «Revisionen sind dafür da, um defekte Teile zu finden und auszutauschen», sagte ein Sprecher der Aufsichtsbehörde.