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Ein vermeintlicher Angriff mit Messern löste in Adelsheim einen Polizeieinsatz aus.
Ein vermeintlicher Angriff mit Messern löste in Adelsheim einen Polizeieinsatz aus. © DPA-Symbolbild
11.01.2016

Vermeintlicher Messerangriff auf Flüchtlingsheim löst Polizeieinsatz aus

Adelsheim. Weil angeblich mehrere Männer mit Messern in ein Asylbewerberheim in Adelsheim (Neckar-Odenwald-Kreis) eindringen wollten, ist es am Sonntag zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen.

Die Beamten rückten mit neun Streifenwagen aus. Sie fanden aber nur noch fünf Männer, von denen keiner ein Messer hatte, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Mehrere schwer verständliche Anrufe hatten die Polizisten zuvor alarmiert. Bei den Männern handelte es sich um Nachbarn der Unterkunft mit polnischer Herkunft. Schon am Nachmittag soll es Streit zwischen den Polen und Flüchtlingen gegeben haben.

Einer der Männer floh beim Eintreffen der Beamten. Ein Polizeihund stoppte ihn und verletzte ihn dabei leicht. «Es herrschte totales Durcheinander», beschrieb der Sprecher die Situation. Angeblich sollen Asylbewerber Mülltonnen umgeworfen und auf die Straße geleert haben. Am Abend standen die Polen dann vor dem Gebäude und wollten eingelassen werden. Vier von diesen im Alter zwischen 22 und 43 Jahren, die offensichtlich und deutlich unter alkoholischer Beeinflussung standen, wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Warum es zum Streit gekommen war, versucht die Polizei nun mit Hilfe eines Dolmetschers herauszufinden. dpa/lsw

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