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Helfer sichern eine Unfallstelle bei Immendingen (Baden-Württemberg). Auf einer Baustelle ist beim Einsturz einer Baugrube ein Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei seiner Kollegen wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebarcht.
Helfer sichern eine Unfallstelle bei Immendingen (Baden-Württemberg). Auf einer Baustelle ist beim Einsturz einer Baugrube ein Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei seiner Kollegen wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebarcht. © dpa
18.12.2014

Verschüttet: Arbeiter stirbt in Baugrube auf neuem Daimler-Testgelände

Immendingen. Beim Einsturz einer Baugrube auf dem künftigen Daimler-Testgelände bei Immendingen nahe Tuttlingen ist am Donnerstag ein 36 Jahre alter Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei seiner Kollegen wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Laut Polizei waren sie damit beschäftigt, auf dem einstigen Bundeswehrgelände große Drainagerohre zu verlegen. Warum die Grube einstürzte, war zunächst unklar. Wie üblich in so einem Fall, ermittele auch die Staatsanwaltschaft.

Donnerstag, 11.30 Uhr: Drei Arbeiter und ein Baggerführer halten sich laut Polizei an der frisch ausgehobenen Baugrube im Immendinger Wald auf, als plötzlich Teile einer provisorischen Wand einbrechen. Die herabstürzenden Erdmassen begraben zwei Arbeiter unter sich.

Zunächst ist von drei Verschütteten die Rede. Später stellt die Polizei aber klar, dass der dritte Arbeiter, ein 23-Jähriger, nicht verschüttet wurde. Er hilft zunächst bei der Bergung, muss dann aber mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Den 36-Jährigen aus dem Landkreis Tuttlingen kann die Feuerwehr nur noch tot bergen.

Die Rettung eines 50-Jährigen aus dem Kreis Rottweil, der nur teilweise verschüttet wurde, gestaltet sich extrem schwierig. Sie zieht sich über Stunden hin, da die Erde immer weiter abzurutschen droht. Bei gerade mal fünf Grad kommen die Retter nur nach und nach zu dem Mann vor. Am Ende graben sie ihn per Hand aus. Erst kurz nach 15.00 Uhr meldet die Polizei, dass die Bergung geglückt ist, und der schwer verletzte Arbeiter ebenfalls ins Krankenhaus gebracht wird.

Das Gelände, auf dem sich der Unfall ereignete, gehörte einst zum Truppenübungsplatz der Bundeswehr. 2011 war der Abzug der Soldaten entschieden worden. Drei Jahre später kaufte der Autobauer Daimler das Gelände. Früheren Angaben zufolge investiert das Unternehmen rund 200 Millionen Euro in ein Prüf- und Testzentrum. Von 2017 an will Daimler in Immendingen Fahrerassistenzsysteme weiterentwickeln und an Techniken für autonomes Fahren forschen.