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Unwetterschäden an einem Dach in Degerschlacht (Baden-Württemberg). © dpa
02.08.2013

Versicherung: Unwetterschäden mindestens 360 Millionen Euro

Stuttgart. Der verheerende Hagelsturm in Baden-Württemberg vom vergangenen Wochenende hat nach neuesten Schätzungen einen Schaden von mindestens 360 Millionen Euro verursacht. Damit gilt das Unwetter als zweitschlimmstes Hagel-Ereignis in Deutschland.

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So hat die SV Sparkassenversicherung (SV) ihre Schadenprognose kräftig nach oben geschraubt. Es werde allein für die SV-Versicherten mittlerweile mit insgesamt 60 000 Gebäudeschäden und einem Schadenaufwand von 260 Millionen Euro gerechnet, berichtete das Unternehmen am Freitag in Stuttgart. SV gilt als der Branchenprimus im Südwesten, weil bei dem ehemaligen Monopolisten etwa 70 Prozent der Wohngebäude in Baden-Württemberg versichert sind.

Vorstandschef Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl sagte: «Damit ist es das größte Hagelereignis in der Geschichte der SV und das zweitgrößte in Deutschland nach dem Hagel in München 1984.» Hinzu kämen 3500 Schäden an Autos mit einem geschätzten Aufwand von 13 Millionen Euro. In ersten Prognosen vom Wochenanfang war der SV-Schaden zunächst auf 100 Millionen Euro geschätzt worden. Von dem Hagel waren besonders die Landkreise Reutlingen und Tübingen, sowie Göppingen und Esslingen betroffen.

Die WGV-Versicherung geht von Schäden von mindestens 100 Millionen Euro aus, wie Vorstandsmitglied Achim Schweizer berichtete. Es wird mit 10 000 Gebäudeschäden und 30 000 beschädigten Autos gerechnet. Eine genauere Schadenprognose sei erst in ein bis zwei Wochen möglich. Die WGV Versicherung versichert nach eigenen Angaben Gebäude von fast allen Städten und Kommunen in Baden-Württemberg.