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Ein 24-Jähriger hatte während der Fahrt Böller aus seinem Auto geworfen. Dumm nur, dass gerade hinter ihm ein Polizeibeamter in einem Zivilauto fuhr.
Ein 24-Jähriger hatte während der Fahrt Böller aus seinem Auto geworfen. Dumm nur, dass gerade hinter ihm ein Polizeibeamter in einem Zivilauto fuhr. © Symbolbild: dpa
04.01.2012

Verspäteter Silvesterscherz: Böller vor Polizeiauto geworfen

Gerlingen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wer zu spät Böller zündet und vor fahrende Autos wirft, den bestraft die Polizei. Das mussten jetzt zwei 24-Jährige in Gerlingen erfahren, die zwei Tage nach dem Silvesterfeuerwerk immer noch Kracher explodieren ließen und mit einem Böller einen Polizeibeamten erschreckten.

Dumm gelaufen, wird sich das Duo denken. Denn als sie am Dienstag um 13.20 Uhr in Gerlingen die L1141 hintereinander in ihren Autos befuhren, zündete der Fahrer des zweiten Autos einen Silvesterknaller, warf diesen aus dem Autu und erschreckte damit ausgerechnet einen Beamten des Polizeireviers Ditzingen, der in einem Zivilfahrzeug in einigem Abstand hinter dem Feuerwerker fuhr. Er musste wegen des Explosionsknalls stark abbremsen.

Die beiden 24-jährigen steuerten ihre Autos danach auf den Parkplatz eines Einkaufsmarktes, wobei noch weitere Knaller aus dem Auto flogen und Fußgänger erschreckten. Damit hatte die zweifelhafte Spaßaktion der Böller-Scherzbolde auch schon ihr Ende gefunden, denn jetzt kam die Polizei ins Spiel. Bei der Kontrolle der beiden jungen Männer wurden die restlichen Kracher sichergestellt. Der Feuerwerker, in dessen Auto die Beamten auch noch eine Schreckschusswaffe mit Munition fanden, muss nun mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz rechnen. pol

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