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Verstoßenes Gorilla-Baby Tano in Wilhelma angekommen
Verstoßenes Gorilla-Baby Tano in Wilhelma angekommen © dpa
16.11.2011

Verstoßenes Gorilla-Baby Tano in Wilhelma angekommen

Stuttgart/Prag (dpa/lsw) – Das verstoßene Prager Gorilla-Baby Tano hat seine erste Nacht in der Stuttgarter Wilhelma gut überstanden. Trinkend und schlafend, wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Tano (auf Suaheli «der Fünfte») wiege 2500 Gramm, was ein normales Gewicht für sein zartes Alter sei.

Der Kleine war im Prager Zoo von seiner Mutter Bikira nicht angenommen und abgelegt worden. Da er zu unterkühlen drohte, wurde er in einen Brutkasten gelegt. Versuche, ihn seiner Mutter zurückzugeben, scheiterten.

«Es blieb nur der Weg in die Handaufzucht, wollte man nicht den Tod des Kleinen riskieren», teilte die Wilhelma mit. Der Stuttgarter Zoo verfügt über eine in Europa einzigartige Aufzuchtstation für Gorillas. Tano ist das 59 Gorilla-Baby, das hier aufgezogen wird. Die Besucher können ihn übrigens noch nicht sehen. Das Gorilla-Baby bleibe noch eine Weile in Quarantäne.

Mit viel Milch und Körperkontakt wird er von den Pflegerinnen aufgepäppelt, ein Fell dient als Ersatz fürs Mutterfell, ein Herzsimulator ahmt Mamas Herschlag nach. Dass er sich in Stuttgart so wohlfühlt, könnte an seinen schwäbischen Wurzeln liegen: Schließlich ist er der Urenkel der ersten Wilhelma-Gorillas Dina und Banjo. Und seine Mutter Bikira wurde hier in den 1990er Jahren aufgezogen - ebenfalls per Hand.