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Das Blickfeld einer Videokamera. Foto: KVV
Das Blickfeld einer Videokamera. Foto: KVV © KVV
06.09.2011

Videoschutz in Bahnen schreitet voran

KARLSRUHE. Die Anzahl der mit Videoschutzanlagen ausgerüsteten Stadt- und Straßenbahnen im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist mittlerweile auf 76 Prozent gestiegen. Laut KVV sorge die technische Einrichtung für einen deutlichen Rückgang von Beschädigungen in den Fahrzeugen sowie für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl bei den Fahrgästen.

Umfrage

Fühlen sie sich durch zusätzliche Videoüberwachung in Bahnen sicherer?

Ja 65%
Nein 31%
Mir egal 4%
Stimmen gesamt 260

Bereits alle 70 Niederflurfahrzeuge sowie alle 59 Stadtbahnen, die zwischen Rheinstetten und Spöck, sowie zwischen Hochstetten und dem Albtal verkehren, sind mit der Technik ausgestattet. Von den insgesamt 122 Zweisystem-Stadtbahnen, die auch die Region bis nach Heilbronn, Freudenstadt, Germersheim oder Achern erschließen, sind mittlerweile 59 Fahrzeuge videoüberwacht. Die übrigen 63 Bahnen werden Zug um Zug nachgerüstet.

Von den bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) derzeit eingesetzten 50 Bussen, sind die 16 neuen „Citaro“-Modelle mit Videoschutzanlagen ausgestattet. Alle künftig neu beschafften Busse würden automatisch mit derartigen Anlagen bestellt. Die Bilder würden befristet für 48 Stunden im Ringspeicher datenschutzkonform zur Verfügung stehen.

Egal ob Diebstahl, Sachbeschädigung oder kleinere Bagatellen: Die Anzahl der Schadensfälle in den Bahnen ist seit Einführung der Technik vor vier Jahren kontinuierlich gesunken. Während im Jahr 2007 noch 194 Delikte verzeichnet wurden, waren es 2008 bereits nur noch 161 Vorfälle. 2009 sank die Zahl um weitere elf Prozent und bis 2010 auf lediglich 130. Im laufenden Jahr liegt die Anzahl der Schadensfälle bei nunmehr 66. Umgerechnet ist dies ein Gesamtrückgang um etwa 33 Prozent. Im gleichen Ausmaß sanken auch die Reparaturkosten für die Beseitigung von zerkratzten Scheiben, aufgeschlitzten Sitzen oder das Entfernen von Graffiti um rund 120.000 Euro.

Abschreckend wirkt auf potenzielle Täter das Risiko, bei geplanten Straftaten wie etwa Vandalismus, durch die Auswertung der Videoaufzeichnungen von der Polizei, zweifelsfrei ermittelt zu werden. Denn diese kann zur Aufklärung von Straftaten auf die Videoaufzeichnungen als Beweismittel zurückgreifen. Dieses Vorgehen sei auch in anderen videoüberwachten Bereichen außerhalb des ÖPNV üblich. pm/Jan Ehrhardt