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Symbolbild: Seibel
Symbolbild: Seibel
07.01.2016

Vier junge Syrer sollen zwei Mädchen mehrfach vergewaltigt haben

Weil am Rhein. Vier junge syrische Staatsbürger im Alter zwischen 14 und 21 Jahren sollen in der Silvesternacht zwei 14 und 15 Jahre alte Mädchen in Weil am Rhein mehrfach vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft Lörrach beantragte gegen den 21-jährigen und zwei 14-jährige Beschuldigte - diese wohnen in den Niederlanden und der Schweiz - Haftbefehle. Der 15-jährige Beschuldigte, gegen den kein Haftgrund vorlag, wurde in staatliche Obhut gegeben. Aus dieser hat er sich wieder entfernt. Dies gab Anlass, auch gegen ihn Haftbefehl zu erwirken. Am Freitag konnte die Polizei den 15-Jährigen festnehmen.

Die Opfer und einer der Beschuldigten kannten sich weitläufig und trafen sich in den Abendstunden im Stadtteil Friedlingen. Anschließend begaben sie sich gemeinsam in die Wohnung des 21-jährigen Beschuldigten, einem anerkannten Flüchtling, und seines 15-jährigen Bruders, der den Status eines Asylbewerbers hat. Dort kam es anfangs zum einvernehmlichen Austausch von Zärtlichkeiten und später zu den Vergewaltigungen, an denen auch zwei 14-Jährige teilnahmen. Nachdem die Opfer die Wohnung verlassen hatten, schalteten sie umgehend die Polizei ein. Diese nahm sofort die Tatverdächtigen fest.

Die Polizei hat den wegen Vergewaltigungsvorwürfen gesuchten 15-Jährigen aus Weil am Rhein inzwischen festgenommen. Das teilte ein Sprecher am Freitag mit. Der Jugendliche habe sich am Donnerstagabend in der Nähe des Polizeireviers in Lörrach aufgehalten. Beamte erkannten den mutmaßlichen Täter, der sich der Polizei zufolge widerstandslos festnehmen ließ. Er soll am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die anderen drei Männer sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Ein Zusammenhang mit den Vorfällen in Köln und anderen deutschen Städten ist, so meldet es die Polizei, nicht erkennbar. Auch handelt es sich nicht um eine Straftat, die im Umfeld eines Asylbewerberheimes begangen wurde. Die Ermittlungen der Kripo Lörrach dauern an.

Erst im Dezember waren in einem Prozess um eine Gruppenvergewaltigung in Tübingen lange Haftstrafen verhängt worden. Die zur Tatzeit 19 bis 23 Jahre alten Männer hatten eine junge Frau im März 2015 von einer Party auf einen dunklen Schulhof gelockt und gemeinsam vergewaltigt. Die Täter müssen jeweils für rund sieben Jahre ins Gefängnis. Die Höchststrafe für Vergewaltigung liegt im Jugendstrafrecht bei zehn Jahren Haft.

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