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Symbolbild:dpa 

Vollbremsung: Drohnenabsturz bremst Regionalbahn aus

Bruchsal. Ein Drohnenabsturz verursachte am Mittwoch eine Notfallbremsung einer Regionalbahn mit 130 Reisenden zwischen Bruchsal und Heidelsheim.

Der Zugführer der Regionalbahn erkannte eine Person in unmittelbarer Nähe des Gleises und leitete darauf sofort die Schnellbremsung ein. Danach verließ er den Zug, um sich zu vergewissern, dass die Person in Gleisnähe unverletzt war. Diese hielt sich, so die Polizei, weiterhin im Gleisbereich auf und schien etwas zu suchen.

Wie sich bei Eintreffen von Landes- und Bundespolizei herausstellte, war der 30-jährige Bulgare auf der Suche nach seiner Drohne, die kurz zuvor in diesem Bereich abgestürzt war. Er wurde daraufhin von der Polizei auf die geltenden Vorschriften der Luftverkehrs-Ordnung hingewiesen. Gemäß dieser ist es nämlich nicht gestattet, in einem Bereich von weniger als 100 Metern über und neben Bahnanlagen eine Drohne steigen zu lassen. Weiterhin besteht gemäß Luftverkehrs-Ordnung bei Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 250 Gramm eine Kennzeichnungspflicht. Auch diese fehlte im vorliegenden Fall.

Der 30-Jährige muss nun mit Anzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen der Verstöße gegen die Luftverkehrs-Ordnung rechnen. Aufgrund der polizeilichen Maßnahmen musste die Strecke für etwa 30 Minuten gesperrt werden. Neben der Landes- und Bundespolizei waren auch die Feuerwehren aus Bruchsal und Heidelsheim sowie ein Notarzt und Rettungswagen vor Ort. Verletzt wurde laut den Angaben der Rettungskräfte niemand, sodass es für den Drohnenpiloten neben den Anzeigen bei einem Lerneffekt bleibt.