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© Symbolbild: dpa
07.04.2013

Von Polizeiauto überrollt: 17-Jähriger weiter in Lebensgefahr

Lebensgefährliche Verletzungen erlitt ein 17-Jähriger bei einem tragischen Verkehrsunfall am frühen Sonntagmorgen gegen 1.30 Uhr in Malsch. Er wurde bei der Festnahme von einem führerlosen Streifenwagen überrollt und schwerstverletzt.

Der 17-jährige Junge schwebt weiter in Lebensgefahr. «Sein Zustand ist unverändert», sagte am Montag ein Sprecher der Heidelberger Polizei.

Gegen 1 Uhr wurde die Polizei über Notruf verständigt, dass drei Jugendliche am Bahnhof Rot/Malsch mit Steinen an dem dortigen Gebäude Scheiben einwerfen würden.

Mehrere Streifenwagenbesatzungen fuhren zum Tatort und nahmen umgehend die Fahndung nach dem Trio auf.

Gegen 1.30 Uhr teilte ein weiterer Zeuge über Notruf mit, dass drei junge Männer auf dem Radweg parallel zur L546 zwischen Malsch und der B3 laufen und Pflastersteine auf die Fahrbahn werfen und Leitpfosten aus dem Boden reißen würden. Eine Fahndungsstreife fuhr umgehend in Richtung Malsch und konnte die drei Jugendlichen am Ortseingang auf dem dortigen ehemaligen Tankstellengelände entdecken.

Die Beamten verließen den Streifenwagen und unterzogen die beiden 17- und den 16-Jährigen einer Kontrolle. Während einer der Polizisten sich um einen der 17-Jährigen und um den 16-Jährigen kümmerte, wandte sich der zweite Beamte dem anderen 17-Jährigen zu. Er sprach ihn an und forderte ihn auf, Gegenstände, die er in der Hand hielt, abzulegen. Hierzu kniete sich der junge Mann auf den Boden und wurde im gleichen Moment von dem führerlosen Streifenwagen umgeworfen und mit dem linken Vorderreifen überrollt.

Er zog sich hierbei schwerste Verletzungen zu. Der Streifenwagen musste von mehreren Polizeibeamten und zufällig an der Unfallstelle vorbeikommenden Passanten angehoben werden, um den Schwerverletzten bergen zu können. Anschließend wurde der 17-Jährige von einem Notarzt erstversorgt und mit einem Krankwagen in eine Heidelberger Klinik eingeliefert.

Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat der Verkehrsdienst der Polizeidirektion Heidelberg übernommen. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, die ihrerseits einen Sachverständigen hinzuzog.

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