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21.02.2012

Von Sprinter erfasst und 50 Meter weiter in Graben geschleudert

Gruibingen. Tödlich verletzt wurde bei einem Verkehrsunfall am Dienstagmorgen gegen 8.45 Uhr der 54-jährige Fahrer eines tschechischen Klein-Lkws. Auf der A8 zwischen Aichelberg und Gruibingen entstand an drei beteiligten Fahrzeugen ein Schaden von 120.000 Euro.

Nach einer Panne hatte der 43-jährige Lkw-Fahrer sein Gespann 500 Meter vor der Rast- und Tankanlage Gruibingen auf den Standstreifen der dreispurigen Autobahn gelenkt. Es hatte vermutlich im Motorraum des 7.5 Tonners angefangen zu brennen. Ein nachfolgender 31-jähriger BMW-Fahrer hielt 20 Meter nach dem Lkw ebenfalls auf dem Seitenstreifen an und stieg aus und wollte dem Lkw-Fahrer helfen.

Die beiden Männer hörten noch ein Hupen, als der Lkw-Fahrer plötzlich von einem vorbeifahrenden Sprinter erfasst wurde. Der 43-Jährige wurde 50 Meter weiter in den angrenzenden Graben geschleudert. Er verstarb an der Unglücksstelle. Der 31-jährige BMW-Fahrer konnte sich in den Fahrgastraum retten, bevor die Tür von dem Sprinter abgefahren wurde. Der 47-jährige Sprinterfahrer erlitt einen Schock und musste anschließend in eine Klinik gebracht werden.

Die Feuerwehren von Gruibigen und Weilheim rückten mit vier Fahrzeugen und 30 Mann aus und versuchten, den mit Garagentorantrieben und Prospekten beladenen tschechischen Lkw zu löschen. Dieser stand aber bereits so in Flammen, dass er trotz der Löschversuche völlig ausbrannte. Anschließend musste die Autobahn abgestreut werden, da das Löschwasser auf dem kalten Boden gefror.

Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Der Verkehr staute sich sechs Kilometer bis zur Anschlussstelle Aichelberg zurück. Die Bergungsarbeiten werden vermutlich bis 14 Uhr andauern. Der Verkehr konnte an der Unglücksstelle auf der linken Fahrbahn einspurig vorbeigeleitet werden. pol/hol