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Der Flughafen in Stuttgart braucht Kerosin, um die Flugzeuge zu betanken. Bislang kommt der Treibstoff per Lastwagen zum Tanklager. In Zukunft könnte das Kerosin auch unterirdisch per Pipeline herbeigeschafft werden.
Der Flughafen in Stuttgart braucht Kerosin, um die Flugzeuge zu betanken. Bislang kommt der Treibstoff per Lastwagen zum Tanklager. In Zukunft könnte das Kerosin auch unterirdisch per Pipeline herbeigeschafft werden. © dpa
28.04.2014

Von der Straße in die Röhre: Airport Stuttgart plant Kerosin-Pipeline

Sie soll täglich das Kerosin von 60 Tankwagen unter der Erde an den Stuttgarter Flughafen pumpen. Weil das zentrale Tanklager in Heilbronn schließt, will sich der Airport bis 2017 an die sogenannte «Nato-Pipeline» anschließen. Laut Flughafen macht das den Gefahrguttransport sicherer und umweltschonender - doch bis zu 700 Grundbesitzer müssen dem Vorhaben erst einmal zustimmen.

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) will sich bis 2017 an die durch Baden-Württemberg von Kehl (Ortenaukreis) nach Aalen (Ostalbkreis) führende CEPS-Treibstoffleitung (Central European Pipeline System, die sogenannte Nato-Pipeline) anschließen. Im Moment stehen zwei Trassenkorridore zur Diskussion. Eine Variante verläuft parallel zur A8, die andere zur B27. Für den Bau rechnet die FSG mit Kosten von rund zehn Millionen Euro. Die Pipeline wäre stets befüllt und könnte täglich bis zu 1500 Kubikmeter Kerosin transportieren.

Am Airport versorgt ein Tanklager die Flugzeuge mit Treibstoff. Aktuell wird das Kerosin nach Angaben des Flughafens zu zwei Dritteln per Lastwagen vom Tanklager Heilbronn angeliefert. Doch dieses soll Ende 2017 geschlossen werden. Das Kerosin müsste dann von den nächstgelegenen Tanklagern in Rheinau bei Kehl oder Speyer in Rheinland-Pfalz aus gebracht werden - das würde die Fahrt um 90 Kilometer verlängern.

Am meisten Probleme könnten die für die Trasse notwendigen Grundstücke machen. Eigentümer, deren Grundstück die Pipeline quert, sollen finanziell entschädigt werden. Enteignungen sollen nicht stattfinden.