nach oben
Wäre er nicht bei Rot über eine Kreuzung geradelt, hätte ein 42-jähriger Karlsruhe wohl nicht seine Marihuanapflanzen (Symbolfoto) der Polizei übergeben müssen.
Wäre er nicht bei Rot über eine Kreuzung geradelt, hätte ein 42-jähriger Karlsruhe wohl nicht seine Marihuanapflanzen (Symbolfoto) der Polizei übergeben müssen. © dpa
02.09.2010

Vor Polizei davongeradelt und Drogen weggeworfen

KARLSRUHE. Bei Rot über die Ampel fahren kann teuer werden. Wer dann auch noch vor der Polizei flüchtet, muss noch drauflegen. Das gilt sogar für rot- und blaulichtscheue Radfahrer. Dies musste ein 42-jähriger Radler in Karlsruhe erfahren, der bei einer nicht alltäglichen Verfolgungsjagd mehrere Drogentütchen wegwerfen und später auch noch seine Marihuana-Pflanzen hergeben musste.

Mit diesen umfangreichen Konsequenzen hatte der Radler bei seinem Rotlichtverstoß am Mittwochnachmittag wohl nicht gerechnet. Der Mann überfuhr eine Rot zeigende Ampel, ohne zu bemerken, dass eine Polizeistreife dies mitverfolgen konnte. Die Polizisten wollten das zum Anlass für eine Kontrolle nehmen. Als der Radler dies erkannte, trat er jedoch etwas kräftiger in die Pedale und versuchte zu flüchten.

Nach einer kurzen Verfolgung zu Fuß und mit dem Streifenwagen stellten ihn die Polizisten wenige hundert Meter später. Während der Flucht hatte der Mann mehrere Tütchen mit Marihuana weggeworfen, die sichergestellt wurden.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des als Drogenkonsumenten bekannten Mannes fanden die Beamten unter anderem Marihuanapflanzen, entsprechende Samen, getrocknete Marihuanablätter, Wachstumsstrahler, eine Feinwaage und einen 120 Greamm schweren Klumpen aus gepressten Pflanzenteilen. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Illegalen Handels mit Betäubungsmitteln gegen den 42-Jährigen eingeleitet. pol

 

 

Leserkommentare (0)