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Seine Wohnung zum Gewächshaus hat ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Tuttlingen gemacht. Bevor er jedoch im großen Stil die Ernte seiner Marihuana-Pflanzen einfahren konnte, bereitete die Polizei dem gärtnerischen Fleiß ein jähes Ende.
Seine Wohnung zum Gewächshaus hat ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Tuttlingen gemacht. Bevor er jedoch im großen Stil die Ernte seiner Marihuana-Pflanzen einfahren konnte, bereitete die Polizei dem gärtnerischen Fleiß ein jähes Ende. © Symbolbild: dpa
08.11.2012

Vorzeitige Ernte: Polizei beendet Marihuana-Aufzucht

Insgesamt 1110 LSD-Trips, 54 Marihuana-Pflanzen sowie eine kleinere Menge Munition konnten Beamte der Kriminalpolizei am Dienstagmorgen bei der Wohnungsdurchsuchung eines 31-Jahre alten und in einer Gemeinde im Landkreis Tuttlingen wohnhaften Mannes sicherstellen. In einem Raum trafen die Beamten hierbei auf eine professionell eingerichtete Indoor-Anlage zur Aufzucht von Marihuana-Pflanzen.

Pech für den Mann mit dem grünen Daumen und Glück für die Ermittler. Von den Pflanzen befanden sich bereits 26 im erntereifen Stadium. Die Aufzucht war jedoch umsonst, die Pflanzen werden vernichtet, ohne Genuss spenden zu können.

Ermittlungen führten zu dem 31-Jährigen. Da der Verdacht bestand, dass dieser Betäubungsmittel aus seiner Wohnung heraus verkauft, beantragten die Beamten einen Durchsuchungsbeschluss. Mit diesem wurden die Polizisten am frühen Dienstagmorgen vorstellig und durchsuchten mit zusätzlichen Beamten des Polizeireviers Spaichingen sowie einem Polizeihund die betreffende Wohnung – und sie wurden fündig.

Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen und macht derzeit keine Angaben zu den Vorwürfen. Er wurde zwischenzeitlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete gegen den 31-Jährigen wegen des Vorwurfs des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in einer nicht geringen Menge die Untersuchungshaft an. Für gleichgelagerte Verbrechenstatbestände sieht das Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr vor. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Rottweil und Kriminalpolizei Tuttlingen dauern derzeit noch an. pol