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16.04.2010

Vulkanasche am Himmel, Flugzeuge am Boden

STUTTGART. Die über Europa ziehende Vulkanasche aus Island beeinträchtigt auch den Flugverkehr im Südwesten massiv. So wurden in Stuttgart am Freitagmorgen bereits 35 Ankünfte und 40 Abflüge gestrichen, teilte der Flughafen mit. Auch alle Flüge von Karlsruhe/Baden-Baden aus dem Norden und dorthin wurden bis zum Mittag gestrichen. Am Flughafen Friedrichshafen wurden bis zum frühen Nachmittag zunächst vier ankommende Flüge sowie alle Abflüge zu nördlichen Zielen annulliert. Auch drei Redakteure der "Pforzheimer Zeitung", die zu einer Skatspielreise nach Jamaika von Düsseldorf aus fliegen wollten, müssen wohl nun irgendwo im Flughafen die Karten zücken.

Bildergalerie: Aschewolke zwingt hunderttausende Flugpassagiere zum Warten

Die Kollegen Bruno Knöller, Roger Rosendahl und Cornelius Berends wollten von Stuttgart und München aus kommend sich in Düsseldorf treffen. Knöllers Flug von München nach Düsseldorf wurde gestrichen - und das gilt auch für den Flug von Düsseldorf in die Karibik. Der steht übrigens nur einmal pro Woche auf dem Flugplan.

Nichts geht mehr beim Straßburger Flughafen, der schon am Donnerstagabend geschlossen wurde und mindestens bis Freitagmittag dicht sein sollte. In Basel-Mülhausen geht der Betrieb weiter, doch wurden verschiedene Flüge aus London gestrichen. Nahezu alle Flughäfen rechnen mit weiteren Ausfällen. Den Passagieren wird geraten, sich bei den Fluggesellschaften kurzfristig zu informieren.

Auch anderswo in Deutschland wurden am frühen Freitagmorgen weite Teile des Luftraums gesperrt. Betroffen waren etwa beide Flughäfen in Berlin sowie der Flughafen Frankfurt. An den Airports Hamburg, Düsseldorf und Hannover konnten keine Maschinen starten und landen. Auch die Flughäfen in Bremen, Münster/Osnabrück und Köln/Bonn blieben zunächst gesperrt. Wann der Luftraum wieder freigegeben werden kann, ist unklar. Laut Deutschem Wetterdienst bewegt sich die Aschewolke unregelmäßig nach Süden. dpa