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Sorgenfalten bei der SPD - die Partei muss bei der jüngsten Wahlumfrage enttäuschende Werte hinnehmen. Jetzt muss die Suche nach Erfolgsthemen beginnen, meint ein Wahlexperte.
Sorgenfalten bei der SPD - die Partei muss bei der jüngsten Wahlumfrage enttäuschende Werte hinnehmen. Jetzt muss die Suche nach Erfolgsthemen beginnen, meint ein Wahlexperte. © dpa
27.03.2015

Wahlexperte: Südwest-SPD fehlen die «Erfolgsthemen»

Stuttgart. Ohne «Erfolgsthemen» wird die Südwest-SPD aus Sicht des Stuttgarter Wahlexperten Frank Brettschneider ihr Umfragetief nicht verlassen. In Baden-Württemberg werde die SPD nur mit der konfliktbeladenen Bildungspolitik in Verbindung gebracht, mit der man beim Wähler nicht punkten könne, sagte der Professor der Uni Hohenheim am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Selbst das positiv besetzte Zukunftsthema Industrie 4.0, das im Wirtschaftsressort von SPD-Landeschef Nils Schmid liegt, habe sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gegriffen.

Wolle man keinen künstlichen Konflikt in der Koalition provozieren, um wahrgenommen zu werden, bleibe der SPD nur eine Möglichkeit: Kernthemen spielen und hoffen. Soziale Gerechtigkeit im modernen Wirtschaftsstandort - nur darüber könne Schmid versuchen, ein wenig aus dem Schatten der Grünen zu treten. Das Dilemma der SPD hänge aber auch damit zusammen, «dass die Grünen keine Fehler machen».

Die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap ergab ein Patt zwischen Grün-Rot und Schwarz-Gelb im Südwesten. Während die Grünen um drei Prozentpunkte auf 25 Prozent zulegten, rutschte die SPD zwei Punkte ab auf nur noch 18 Prozent.