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Experten untersuchen in Stuttgart einen Kabelbrand am Rosensteintunnel. Aufgrund eines Kabelbrands kam es in Stuttgart zu im Bahnverkehr zu großen Verkehrsbehinderungen.  © dpa
17.02.2012

War Kabelbrand in Stuttgarter Tunnel ein Anschlag?

Stuttgart. Nach dem Kabelbrand in einem Stuttgarter Bahntunnel geht die Polizei dem Verdacht der Brandstiftung nach. Ermittler durchsuchten am Freitagnachmittag die Wohnung eines Beschuldigten. Experten nahmen den Brandort unter die Lupe.

«Ein Brandmittelspürhund der Polizeihundeführerstaffel schlug zwar an, eine genaue Zuordnung eines möglicherweise verwendeten Brandbeschleunigers steht noch aus», teilte die Polizei mit. Nach dem Kabelbrand in einem Bahntunnel in Stuttgart gibt es nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa erste Hinweise darauf, dass es sich möglicherweise um einen Anschlag handelte. Ein Sprecher der Bundespolizei wollte das auf Anfrage zunächst nicht bestätigen.

Dutzende Züge im Fern- und Nahverkehr der Bahn waren am Freitag von der Streckensperrung zwischen Hauptbahnhof und Bad Cannstatt betroffen. Zehntausende Fahrgäste kamen erst mit erheblicher Verspätung ans Ziel.

Das Feuer war am Morgen gegen 4 Uhr am Rosensteintunnel ausgebrochen. Die Bundespolizei wies Spekulationen zurück, dass Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 das Feuer gelegt hätten. «Dazu liegen uns keine Hinweise vor», sagte ein Sprecher am Freitagnachmittag. «Es liegt kein Bekennerschreiben oder dergleichen vor, das darauf hinweist, dass es sich um eine Aktion von S21-Gegnern handelt.»

Nach einem Kabelbrand in einem Bahntunnel in Stuttgart haben zehntausende Fahrgäste am Freitag große Geduld aufbringen müssen. Dutzende Züge im Fern- und Nahverkehr der Bahn waren betroffen; es kam zu erheblichen Verspätungen. Die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Bad Cannstatt war stundenlang gesperrt.

Die zerstörten Datenkabel werden vor allem dafür benötigt, Signale und Weichen im Bahnverkehr zu steuern, sagte ein Bahnsprecher. Bis Sonntagabend werden S-Bahnen ausfallen und Regionalzüge zwischen Stuttgart und Aalen umgeleitet, teilte der Verkehrsverbund VVS mit. Die S-Bahn-Linien S1 bis S3 sollen nur halb- statt viertelstündlich fahren.

Zu einem kleineren Bahn-Zwischenfall kam es auch im Betriebshof Käfertal in Mannheim. Dort entgleiste am Freitagmorgen eine Stadtbahn. Ab 8.00 Uhr verlief der Nahverkehr jedoch wieder nach Fahrplan. dpa

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