nach oben
Ein 16-Jähriger wurde im Landkreis Ludwigsburg bei einem Einbruch von der Polizei überrascht. Ein Warnschuss war nötig, um seine Flucht zu beenden.
Ein 16-Jähriger wurde im Landkreis Ludwigsburg bei einem Einbruch von der Polizei überrascht. Ein Warnschuss war nötig, um seine Flucht zu beenden. © Symbolbild: Seibel
15.05.2014

Warnschuss bremst Flucht von 16-jährigem Einbrecher

Oberstenfeld. Weil ein Zeuge am Mittwoch kurz vor Mitternacht Glas splittern hörte und feststellte, dass an einem Ladengeschäft in Oberstenfeld (Kreis Ludwigsburg) die Schaufensterscheibe eingeschlagen war, alarmierte er die Polizei. Vermutlich mit zwei weiteren, bisher unbekannten Mittätern hatte ein 16-Jähriger sich auf brachiale Art Zutritt zum Geschäft verschafft. Ein Warnschuss bremste die Flucht des jungen Einbrechers.

Mit einem Flachbildschirm in der Hand trafen die kurz nach der Alarmierung angekommenen Polizeibeamten den Jugendlichen vor dem Laden an. Dieser ließ das Gerät fallen und flüchtete. Unerkannt ergriffen seine beiden Kompagnons ebenfalls die Flucht, indem sie in ein Auto stiegen und davonfuhren. Die Beamten gaben einen Signalschuss in die Luft ab, worauf der 16-Jährige stehenblieb und vorläufig festgenommen wurde.

Dabei setzte er sich massiv zur Wehr, indem er um sich schlug und nach den Polizisten trat. Er wurde zum Polizeirevier gebracht und beleidigte und bedrohte die Beamten während der gesamten Dauer der polizeilichen Maßnahmen. Die Suche nach den beiden Komplizen, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, verlief indes ohne Ergebnis.

Bei seiner Vernehmung räumte der junge Einbrecher den Tatvorwurf ein. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn am Donnerstag dem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erlassen und ihn in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen hat. Der 16-Jährige war in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte polizeilich in Erscheinung getreten.

Das Trio hinterließ einen Sachschaden von etwa 8.000 Euro.