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Reisende warten auf dem Flughafen in Stuttgart in einer Schlange auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle. Beschäftigte der Wach- und Sicherheitsbranche sind am Stuttgarter Flughafen in einen Warnstreik getreten.
Reisende warten auf dem Flughafen in Stuttgart in einer Schlange auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle. Beschäftigte der Wach- und Sicherheitsbranche sind am Stuttgarter Flughafen in einen Warnstreik getreten. © dpa
16.01.2015

Warnstreik: Verspätungen und lange Schlangen am Stuttgarter Flughafen

Lange Gesichter zum Start ins Wochenende: Wegen eines Warnstreiks des Wach- und Sicherheitspersonals am Flughafen konnten Reisende in Stuttgart am Freitag zum Teil nur mit Verspätungen abheben.

Wie eine Sprecherin des Airports sagte, starteten einzelne Maschinen am Vormittag mit bis zu 30 Minuten Verspätung. Andere Flieger gingen etwa 10 bis 20 Minuten verzögert in die Luft. Hintergrund ist ein Tarifstreit der Branche, in dem die Gewerkschaft Verdi für die rund 19 000 Beschäftigten eine bessere Bezahlung erreichen will.

Der Warnstreik führte vor allem am frühen Morgen zu langen Schlangen an den Kontrollen. Da freitags viele Wochenendpendler kämen, ist der Andrang dem Flughafen zufolge an diesem Tag entsprechend größer als an anderen Werktagen. Wegen des Ausstands waren die Sicherheitschecks lediglich an einem von drei Terminals möglich. Flüge mussten nach Angaben der Sprecherin vom Vormittag aber nicht ausfallen.

Die Mitarbeiter des Wach- und Sicherheitsdiensts wollten von 03.00 Uhr bis 22.00 Uhr ihre Arbeit ruhen lassen. Verdi rechnete im Laufe des Tages mit mehr als 300 Teilnehmern am Warnstreik. Tausende Fluggäste dürften betroffen sein. Der Check-in des Stuttgarter Flughafens öffnet um 04.00 Uhr, um 06.00 Uhr kann der erste Flieger abheben.

Die Verhandlungen in dem Tarifstreit waren im Dezember ohne Ergebnis abgebrochen worden. Ziel der Gewerkschaft ist es, den Stundenlohn der untersten Lohngruppe von 9,20 Euro auf zehn Euro anzuheben. Die Arbeitgeberseite habe Lohnsteigerungen ab Januar um 2,7 Prozent und um weitere 2,6 Prozent von 2016 an geboten. Dieses Angebot sei aber nicht akzeptabel, da die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche damit weiter im Niedriglohnbereich blieben, hieß es bei Verdi. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Dienstag (20. Januar) angesetzt.