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Verschiedene baden-württembergische Apotheker wollen am Mittwoch ihr Geschäft lediglich über die Notdienstklappe abwickeln. Foto: dpa
Warnstreik der Apotheker © dpa
12.09.2012

Warnstreik der Apotheker im Südwesten

Stuttgart. Patienten im Südwesten müssen sich beim Gang zur Apotheke heute (Mittwoch) auf deutlich längere Wartezeiten einstellen. Der Landesapothekerverband hat die selbstständigen Pharmazeuten in Baden-Württemberg aufgerufen, ihre Geschäfte nur über die Notdienstklappen abzuwickeln. Parallel sollen sie die Kunden über ihre Forderungen informieren. Auslöser der ganztägigen Aktionen ist der bundesweite Kampf der Apotheker um höhere Honorare.

Die Apotheker rechnen bei dem Warnstreik mit einer hohen Beteiligung. «Was ich so gehört habe bisher, damit kommen wir auf 75 bis 80 Prozent», sagte der Chef des Apothekerverbands, Fritz Becker, im Vorfeld der Aktion. Einfach schließen dürfen die Apotheker ihre Geschäfte nicht, weil sie gesetzlich stets zu einer Notversorgung verpflichtet sind. In Baden-Württemberg wären bei einer Beteiligung von 80 Prozent nur noch gut 500 der rund 2700 Apotheken geöffnet.