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Dietrich Wagner wurde bei den Wasserwerfer-Einsatz am sogenannten "schwarzen Donnerstag" schwer am Auge verletzt.
Dietrich Wagner wurde bei den Wasserwerfer-Einsatz am sogenannten "schwarzen Donnerstag" schwer am Auge verletzt. © dpa
21.11.2016

Wasserwerfer-Opfer Wagner soll 120 000 Euro Schmerzensgeld bekommen

Stuttgart (dpa/lsw) - Mehr als sechs Jahre nach dem rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten im Schlossgarten hat das Land mehreren Opfern Angebote für Schmerzensgeld gemacht. Dem am «Schwarzen Donnerstag» extrem an den Augen verletzten Rentner Dietrich Wagner seien 120 000 Euro angeboten worden, bestätigte dessen Anwalt einen Bericht von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten».

Wagner ist nach Druckstößen aus einem Wasserwerfer gegen seinen Kopf nahezu erblindet. Ein Foto, wie er am 30. September 2010 gestützt auf Helfer und aus den Augen blutend den Stuttgarter Schlossgarten verlässt, ging um die Welt.

Die Angebote würden nun geprüft, sagte Rechtsanwalt Frank Ulrich Mann. Sie seien zumindest «diskutabel». Vier weiteren Gegnern des Milliardenprojekts Stuttgart 21 wurden laut Zeitungen zwischen mehreren tausend Euro und fünfstelligen Beträgen angeboten. Alle erlitten ihre schweren Verletzungen, als die Polizei Wasserwerfer gegen Stuttgart-21-Gegner einsetzte. Die Demonstranten protestierten dagegen, dass auf dem Baufeld die ersten großen Bäume gefällt werden sollten. Vor knapp einem Jahr entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass der Polizeieinsatz rechtswidrig war.

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