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Besucher gehen am 20.05.2017 bei Schelklingen durch die Höhle «Hohle Fels». Diese Höhle gehört zu mehreren Höhlen in Baden-Württemberg, die jetzt den Titel Weltkulturerbe tragen dürfen.
Besucher gehen am 20.05.2017 bei Schelklingen durch die Höhle «Hohle Fels». Diese Höhle gehört zu mehreren Höhlen in Baden-Württemberg, die jetzt den Titel Weltkulturerbe tragen dürfen. © dpa
Eine aus Mammutelfenbein geschnitzte Frauenstatuette wird 2009 in Tübingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Die sogenannte "Venus" wurde bei Ausgrabungen im Jahr 2008 in der Hohle Fels-Höhle bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) entdeckt.
Eine aus Mammutelfenbein geschnitzte Frauenstatuette wird 2009 in Tübingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Die sogenannte "Venus" wurde bei Ausgrabungen im Jahr 2008 in der Hohle Fels-Höhle bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) entdeckt. © dpa
25.07.2017

Welterbetitel lockt Besucher zur Höhlenkunst in die Museen

Tübingen/Blaubeuren. Sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb zählen seit gut zwei Wochen zum Unesco-Weltkulturerbe. Die dort entdeckte Eiszeitkunst beschert den Museen in Tübingen und Blaubeuren einen Besucheransturm.

Der Welterbetitel der Unesco für sechs Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb hat schon viele Besucher zur ausgegrabenen Kunst in die Museen gelockt. Im Museum der Universität Tübingen und im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) gab es ein Besucherplus seit der Würdigung. «Wir können deutlich mehr Besucher als üblich verzeichnen», sagte die Direktorin des Museums in Blaubeuren, Stefanie Kölbl. Ihr Haus ist deswegen in den Ferien auch montags geöffnet und bietet täglich eine offene Führung zum Welterbe an. Ins Tübinger Museum kamen an einzelnen Tagen schon dreimal so viele Besucher als zuvor üblich, wie Museums-Direktor Ernst Seidl mitteilte.

In Tübingen sind 16 Originalstücke aus den Höhlen ausgestellt - darunter etliche Tierfiguren und mehrere Flötenfragmente, die vor rund 40 000 Jahren hergestellt wurden. An diesem Mittwoch (26. Juli) wird der Titel in Tübingen in einem Festakt gefeiert. Die sechs Höhlen der Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb waren am 9. Juli von der Unesco in die Welterbeliste aufgenommen worden. Laut Unesco zeugen sie von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit und liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst.