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© Symbolbild: dpa
08.11.2013

Weniger Jugendliche wegen Alkohols in Krankenhäusern

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen Alkohols in Krankenhäusern behandelt werden mussten, geht seit 2009 stetig zurück. Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte, waren es im Jahr 2012 insgesamt 3661 Fälle und damit 255 weniger als im Jahr 2011 (3916).

Ab dem Jahr 2001 (1805 Kinder und Jugendliche) waren die Fälle jährlich gestiegen und hatten 2009 den Höchststand von 4077 Fällen erreicht. Trotz dieses Rückgangs hat sich damit die Zahl der alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte von Kindern und Jugendlichen innerhalb der letzten zwölf Jahre aber mehr als verdoppelt.

Deutliche Unterschiede bemerken die Statistiker auf Kreisebene: So mussten aus dem Main-Tauber-Kreis mit 650, aus dem Landkreis Ravensburg mit 626 und aus dem Landkreis Waldshut mit 625 je 100 000 der 13- bis 19-Jährigen deutlich mehr Jugendliche wegen Alkoholproblemen vollstationär behandelt werden als im Landesdurchschnitt (441 Fälle). Auch der Bodenseekreis und der Schwarzwald-Baar-Kreis fallen durch überdurchschnittlich hohe Behandlungsziffern der dort wohnenden Jugendlichen auf.

Jugendliche aus den Stadtkreisen Heidelberg und Mannheim, aus dem Alb-Donau-Kreis und dem Landkreis Heilbronn hingegen mussten vergleichsweise selten wegen alkoholbedingten Erkrankungen in einem Krankenhaus in Baden-Württemberg behandelt werden.