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Für Polizisten tabu: sowohl sichtbare als auch gewaltverherrlichende und diskriminierende Tattoos. Foto: dpa
Für Polizisten tabu: sowohl sichtbare als auch gewaltverherrlichende und diskriminierende Tattoos. Foto: dpa
03.02.2014

Wie ein Polizist auftreten sollte: Ohne Tattoo und Base-Cap

Baden-Württembergs Polizisten dürfen keine sichtbaren Tattoos tragen. Unproblematisch sind aber Tätowierungen, die von der Dienstkleidung abgedeckt sind. Das geht aus neuen Leitlinien zum Erscheinungsbild der Polizei hervor, die Innenminister Reinhold Gall (SPD) zum 1. Februar in Kraft gesetzt hat.

Ende 2013 hatte es eine längere Diskussion über ein Tattoo-Verbot bei der Polizei in Baden-Württemberg gegeben, nachdem erste Pläne für die Leitlinien bekanntwurden. Gall versicherte, die neuen Leitlinien seien in enger Absprache mit dem Hauptpersonalrat erstellt worden.

Tattoo: Grundsätzlich gilt: Was von der Uniform verdeckt wird, ist kein Problem. Allerdings dürfen auch die verdeckten Tätowierungen nicht gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen. Diskriminierende, gewaltverherrlichende oder sonstige gesetzlich verbotene Motive haben auf der Haut von Polizisten nichts zu suchen.

Base-Cap: So locker wollte man dann doch nicht sein: „Nach längerer Diskussion“ habe man sich dagegen entschieden, berichtete Gall, dass die Polizisten auf Streife Baseball-Kappen und Polo-Hemden zur Uniform tragen dürfen.

Lange Haare und Bart: „Zum Schutz der Beamten vor Verletzungen bei körperlichen Auseinandersetzungen“, heißt es, dürfen die Polizisten lange Haare nicht offen tragen. Auch ein Bart muss gepflegt sein.

Schmuck: Schlichter und dezenter Schmuck ist nicht grundsätzlich tabu. Da Polizisten auf der Straße aber an Piercings oder großen Ohrringen verletzt werden könnten, sind diese nicht gestattet. Sie könnten „problematisch sein“, teilte Gall in Stuttgart weiter mit. Auch Fingernägel dürfen nicht so getragen werden, dass man sich oder andere damit verletzen kann.