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Schon zwei Hunde sind im Raum Karlsruhe durch Giftköder gestorben. Die Polizei rät zur Vorsicht.
Schon zwei Hunde sind im Raum Karlsruhe durch Giftköder gestorben. Die Polizei rät zur Vorsicht. © Symbolbild: dpa
30.01.2013

Wieder Giftköder in Rintheim: Schon zwei Hunde gestorben

Karlsruhe-Rintheim. Schon wieder ist im Raum Karlsruhe ein Giftköder aufgefunden worden, nachdem im Dezember bereits zwei Hunde durch Gift gestorben waren.

Im Bereich des Bahnübergangs der Kleingartenanlage Kuhweide in Rintheim wurde durch einen Hundebesitzer ein Fraßköder gefunden, in dem nach einer Vollanalyse giftige Cumarin-Derivate nachgewiesen wurden. Der Mann war am 15. Dezember mit seinem Hund im Bereich des Rintheimer Bahnhöfle unterwegs. Sensibilisiert durch die vorangegangenen Berichte der Polizei zog er seinen angeleinten Vierbeiner zurück, als dieser auffällig am Wegesrand an Laub schnupperte. Der Hundebesitzer entdeckte dann eine knödelartige hellbeige Masse, die mit Getreidekörnen und Grashalmen versetzt war. Der aufmerksame Mann sicherte den Fraßköder und verständigte die Polizei.

Bei der Untersuchung wurden im Köder Cumarin-Derivate festgestellt. Diese bewirken eine Störung der Blutgerinnung, so dass es nach Aufnahme durch ein Tier zu allgemeiner Blutungsneigung und letztlich zum Verbluten in die Leibeshöhle kommt. Die Stoffe waren früher als Pflanzenschutzmittel zugelassen. Derzeit sind die Stoffe nur, unter teils strengen Auflagen, für die Bekämpfung von Ratten und Hausmäusen in gesicherten Köderboxen zugelassen. Die Stoffe sind in ihrer Wirkung auch für Menschen sehr gefährlich. Jeglicher Kontakt sollte unbedingt vermieden werden.

Bei einem weiteren Köder, der am 4. Januar auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie beim Hinterwiesenweg gefunden wurde, steht das Ergebnis der Vollanalyse noch aus.

Die Polizei bittet um Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen können. Ein Zusammenhang mit den bereits Anfang Dezember bekannt gewordenen Fällen vom nahe gelegenen Hinterwiesenweg, bei denen zwei Hunde verstorben sind, ist nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen naheliegend. Weitere Vergiftungsfälle sind jedoch glücklicherweise nicht festgestellt worden. Möglichweise wurden die Köder unsachgemäß gegen Krähen oder Greifvögel ausgelegt.