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Über Facebook hat ein 35-Jähriger zu einer Techno-Party eingeladen. Ein Großaufgebot der Polizei musste die Veranstaltung beenden.
Über Facebook hat ein 35-Jähriger zu einer Techno-Party eingeladen. Ein Großaufgebot der Polizei musste die Veranstaltung beenden. © dpa
13.06.2011

Wieder Massenansturm: Per Facebook zur Techno-Party

LÖRRACH. Die Polizei hat mit einem Großaufgebot eine über Facebook organisierte Techno-Party bei Lörrach geräumt: 500 Techno-Jünger feierten in der Nacht zum Sonntag unter freiem Himmel mit professionellem Equipment so laut, dass Anwohner sich bei der Polizei über die nächtliche Beschallung beschwerten. «Die Stimmung war an der Kreuzeiche derart aufgeheizt, dass sich die Polizei entschloss, zunächst auf Verstärkung zu warten, um im Anschluss die Veranstaltung auflösen zu können», hieß es im Polizeibericht.

Aufgerufen zu der nicht angemeldeten Aktion hatte nach Angaben der Polizei vom Montag ein 35 Jahre alter Techno-Fan. Die Polizei kam den Festgästen schließlich mit etwa 40 Beamten, mit Unterstützung der Bundespolizei, dreier Hundestaffeln sowie einer Einheit aus dem Bereich Freiburg entgegen. Durch das große Polizeiaufgebot konnte die Party ohne größeren Widerstand aufgelöst werden.

Dass die Polizei bei Veranstaltungen eingreifen muss, die über das Online-Netzwerk Facebook organisiert werden, ist nicht neu. Im Juni sorgte der Fall der 16-jährigen Thessa aus Hamburg für viel Aufsehen. Sie hatte über Facebook zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen. Eigentlich wollte sie nur ihre engsten Freunde informieren. Doch hatte sie es versäumt, die Feier als privat zu markieren. So konnten tausende Facebook- Nutzer die Partyeinladung sehen. Das Mädchen sagte die Party ab, dennoch zogen rund 1600 Leute vor ihr Elternhaus. Es gab Schlägereien, brennende Mülltonnen und demolierte Autos, Verletzte und Festnahmen. Die Polizei rückte mit mehr als 100 Kräften an.

Absichtlich lud ein 17-Jähriger 20 000 Gäste zu einer Facebook-Party in Ahrensburg (Schleswig-Holstein). Der Andrang blieb jedoch aus - nur 35 Feiernde erschienen. Auch hier waren zusätzliche Einsatzkräfte angefordert worden. dpa