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09.01.2014

Wieder mehr Selbstmorde im Südwesten

Stuttgart. Die Zahl der Selbstmorde ist leicht gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes nahmen sich im Jahr 2012 insgesamt 1318 Menschen in Baden-Württemberg das Leben. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Jahr 2011, als sich 1303 Menschen selbst töteten.

Im Jahr 2010 lag die Zahl noch bei 1384. Männern setzten ihrem Leben deutlich häufiger ein Ende als Frauen. Im Jahr 2012 begingen 973 Männer (73,8 Prozent) und 345 Frauen (26,2 Prozent) Selbstmord. Seit dem Jahr 1985 sind die Suizidzahlen in der Tendenz stark gefallen. Damals registrierten die Statistiker im Südwesten mit 1981 Fällen den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1955.

Das durchschnittliche Sterbealter der Selbstmörder lag im Jahr 2012 bei 56 Jahren. Männer töteten sich im Schnitt mit 55 Jahren rund 3 Jahre früher als Frauen. Nach Angaben der Statistiker lagen die Suizidzahlen in den Frühlings- und Sommermonaten höher als in den Herbst- und Wintermonaten.

Der Anteil der Suizide an der Gesamtzahl der Todesfälle sinkt mit dem Alter: War bei den 15- bis unter 30-Jährigen im Jahr 2012 jeder fünfte Todesfall auf einen Selbstmord zurückzuführen, war es bei den 30- bis unter 50-Jährigen nur jeder achte, bei den 50- bis unter 70-Jährigen jeder 36. und bei den über 70-Jährigen nur jeder 227. Todesfall.