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Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) hilft in der Villa Reitzenstein dem fast erblindeten Dietrich Wagner, der bei einem überharten Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten an den Augen verletzt wurde. Foto: dpa
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) hilft in der Villa Reitzenstein dem fast erblindeten Dietrich Wagner, der bei einem überharten Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten an den Augen verletzt wurde. Foto: dpa
18.12.2015

Winfried Kretschmann bittet S21-Opfer um Entschuldigung

Stuttgart. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich persönlich bei den Opfern des überharten Polizeieinsatzes gegen Stuttgart-21-Demonstranten entschuldigt. „Wir können die Ereignisse vom 30. September 2010 nicht ungeschehen machen. Wir können auch die körperlichen Wunden, die viele dabei erlitten haben, nicht heilen. Wir können uns nur für das Geschehen aufrichtig und ernsthaft entschuldigen“, sagte der Regierungschef bei einem Treffen in der Villa Reitzenstein.

Diese Entschuldigung richte sich ausdrücklich an alle, die von dem Polizeieinsatz am sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ betroffen waren. Anwalt Frank-Ulrich Mann, der vier Opfer vertritt, sprach von einer „großartigen Geste“ des Ministerpräsidenten, obwohl er den Einsatz gar nicht zu verantworten hatte. Damals war Stefan Mappus (CDU) Regierungschef. Das Thema Entschädigung wolle das Land im kommenden Jahr mit den Betroffenen möglichst außergerichtlich klären, so der Jurist.

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