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Weil ein Wonsitzloser mit einem Gastwirt wegen eines ausstehenden Geldbetrags in Streit geraten war, rammte ein 21-Jähriger dem Wirt ein Messer (Symbolbild) in den Hals.
Weil ein Wonsitzloser mit einem Gastwirt wegen eines ausstehenden Geldbetrags in Streit geraten war, rammte ein 21-Jähriger dem Wirt ein Messer (Symbolbild) in den Hals. © Symbolbild: dpa
20.09.2011

Wohnsitzloser will nicht zahlen: Gastwirt niedergestochen

Ehingen. Durch einen Messerangriff wurde am Sonntag ein Gastwirt aus Ehingen lebensgefährlich verletzt. Den mutmaßlichen Täter nahm die Ehinger Polizei bei ihrer Fahndung kurz nach der Tat fest. Der wohnsitzlose 21-Jährige hatte sich am frühen Abend in dem Ehinger Betrieb ein Zimmer gemietet. Um 21.25 Uhr wollte der junge Mann gehen. Als ihn der Betreiber auf einen offenen Betrag ansprach, soll ihn der Gast plötzlich mit einem Messer in den Hals gestochen haben, so die ersten Ermittlungen.

Dann habe er den 38-Jährigen schwer verletzt zurück gelassen und sei zu Fuß geflüchtet. Der Verletzte alarmierte die Polizei, die sofort mit mehreren Streifen nach dem Flüchtigen fahndete. Der Rettungsdienst musste das lebensgefährliche verletzte Opfer ins Krankenhaus bringen. Nach einer Operation befindet sich der Mann noch immer in einem kritischen Zustand. Kurz nach der Tat nahm eine Streife des Polizeireviers Ehingen den Verdächtigen in der Hauptstraße fest.

Der Beschuldigte stand nach ersten Erkenntnissen unter Alkoholeinfluss. Noch in der Nacht hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts übernommen. Der 21-Jährige, der Erinnerungslücken geltend machte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes erließ. Dem weiteren Verfahren sieht der Beschuldigte in Untersuchungshaft entgegen. pol