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Den Präparatoren des Stuttgarter Naturkundemuseums – auf unserem Foto Christin Scheinpflug – können Interessierte morgen bei der Bearbeitung des 2015 überfahrenen Wolfs live über die Schulter schauen. Foto: dpa
Den Präparatoren des Stuttgarter Naturkundemuseums – auf unserem Foto Christin Scheinpflug – können Interessierte morgen bei der Bearbeitung des 2015 überfahrenen Wolfs live über die Schulter schauen. Foto: dpa
09.09.2016

Wolf-Präparatoren lassen sich live über die Schultern schauen

Ein im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg überfahrener Wolf wird im Stuttgarter Naturkundemuseum präpariert – und das live zum Zuschauen. Die Arbeit an dem Tier können Besucher morgen beobachten. „Auch wir werden dabei natürlich etwas nervöser als sonst sein, einen Wolf hat man schließlich nicht alle Tage vor sich“, sagte Präparator Jan Panniger im Rosensteinmuseum in Stuttgart. Das etwa 35 Kilogramm schwere Tier sei aber aus „präparatorischer Sicht“ in einem guten Zustand, da es keine Knochenbrüche erlitten habe. Der Wolf soll nach dem Präparieren als sogenannte Dermoplastik Teil der zurzeit laufenden Ausstellung „Naturdetektive“ sein.

Das männliche Jungtier starb im vergangenen Jahr in der Nähe von Merklingen (Alb-Donau-Kreis). Zuvor war ein anderer Wolf auf der Autobahn bei Lahr überfahren worden. Er kommt ins Naturkundemuseum nach Karlsruhe. Beide Wölfe waren Brüder und stammten aus demselben Rudel. Ihre Entdeckung war eine Sensation und der erste Beleg seit 150 Jahren, dass Wölfe inzwischen auch im Südwesten herumwandern.