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16.07.2015

„XY“ bringt neue Hinweise im Entführungsfall Würth

Schlitz/Giessen. Im Entführungsfall Würth prüfen die Ermittler neue Hinweise, die sie nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ bekommen haben. Bis Donnerstagmorgen seien etwa weitere 28 Hinweise eingegangen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Gießen. Zuvor waren bereits 60 Tipps zusammengekommen. Nach der Fernsehendung am Mittwochabend sei zudem die Stimmprobe des mutmaßlichen Täters noch einmal 4800 Mal auf einer Hotline (0800-110 3333) abgehört worden, berichtete die Sprecherin.

Die Ermittler hatten diese Anfang der Woche eingerichtet. Bisher sei die Nummer insgesamt mehr als 10.000 Mal angerufen worden.

Der behinderte Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth war am 17. Juni im osthessischen Schlitz entführt worden. Der 50-Jährige lebte dort in einer Wohngemeinschaft für behinderte und nicht-behinderte Menschen. Einen Tag später wurde er in einem Wald bei Würzburg unversehrt gefunden, an einen Baum gekettet. Zuvor hatte der Entführer die Geodaten des Ortes preisgegeben. Zu einer Übergabe der drei Millionen Euro Lösegeld kam es nicht, diese war den Ermittlern zufolge gescheitert.