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© dpa
20.12.2017

Zahl der Grippe-Fälle im Südwesten steigt deutlich

Die Grippe-Fälle haben im Südwesten zuletzt deutlich zugenommen.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts gab es in der vergangenen Woche 43 Fälle im Land - nach 14 in der Woche zuvor. Seit Beginn der Saison Anfang Oktober zählte die Behörde 124 Influenza-Erkrankungen - und damit etwas weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals waren es noch 136 Fälle. «Insgesamt ist die Influenza-Aktivität noch gering», betonte ein Sprecher aber. Der Anstieg sei jährlich mit dem Start der kalten Witterung zu den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel zu beobachten.

Im vergangenen Winter hatte es eine besonders schwere Grippewelle
gegeben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in der
Saison deutschlandweit gut 114 000 Erkrankungen gemeldet, mehr seien
es nur bei der Pandemie 2009 gewesen. Als wichtigster Schutz gilt eine Grippe-Impfung.

In dieser Saison seien bisher Menschen im Alter von einem Monat bis 88 Jahren betroffen, davon 112 Erwachsene. Bislang sei kein Todesfall wegen einer Influenza-Erkrankung ermittelt.

Das Landesgesundheitsamt empfiehlt, sich noch beim Hausarzt impfen zu lassen. «Besonders, wer in den Winterurlaub reist oder anderswo viel mit Menschen in Kontakt kommt - wie etwa im Bus, in der Bahn oder vor, während und nach einer Flugreise.»