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Der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) steht am 17.04.2013 in Freiburg (Baden-Württemberg) vor einem Zellentrakt der Justizvollzugsanstalt. Nach Angaben des Jusitzministers vom 01.08.2013 ist die Zahl der verurteilten Straftäter in Baden-Württemberg weiter gesunken und hat den niedrigsten Stand seit langem erreicht.
Der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) steht am 17.04.2013 in Freiburg (Baden-Württemberg) vor einem Zellentrakt der Justizvollzugsanstalt. Nach Angaben des Jusitzministers vom 01.08.2013 ist die Zahl der verurteilten Straftäter in Baden-Württemberg weiter gesunken und hat den niedrigsten Stand seit langem erreicht. © dpa
01.08.2013

Zahl der Verurteilten ist weiter gesunken

Stuttgart. Die Zahl der verurteilten Straftäter in Baden-Württemberg ist weiter gesunken und hat den niedrigsten Stand seit langem erreicht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 105 500 Menschen schuldig gesprochen - das sind 2,5 Prozent weniger als 2011.

Noch niedriger lag die Zahl zuletzt 1980, teilten Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und Statistik-Chefin Carmina Brenner am Donnerstag in Stuttgart mit. Wird die Zahl in Relation zur Bevölkerung gesetzt, sieht die Entwicklung noch besser aus. Mit je 1122 Verurteilten je 100 000 strafmündige Einwohner ist der niedrigste Wert seit der Gründung des Bundeslandes 1952 erreicht.

Jedoch gibt es unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bereichen: Die absolute Zahl der Verurteilungen wegen Drogendelikten und wegen Wohnungseinbrüchen nahm zu. Weniger Verurteilungen als 2011 gab es hingegen bei den Straßenverkehrsdelikten und im Bereich der Gewaltkriminalität. Als Gründe für die Entwicklung wurden die zurückgehenden Bevölkerungszahlen, Projekte der Kriminalprävention und eine erfolgreiche Arbeit der Ermittler genannt. Ein Faktor kann aber auch das Anzeigeverhalten der Bevölkerung sein - dass also bestimmte Delikte heute häufiger oder seltener gemeldet werden.

Minister Stickelberger mahnte, dass man sich auf den Zahlen nicht ausruhen dürfe. So gebe es bei den gewaltbezogenen Delikten - darunter fallen zum Beispiel Mord und Totschlag sowie gefährliche und schwer Körperverletzungen - immer wieder spektakuläre Einzelfälle.