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In der Flüchtlingsunterkunft hat sich eine zehnköpfige Großfamilie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen. Foto: Sdmg/W
In der Flüchtlingsunterkunft hat sich eine zehnköpfige Großfamilie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen. Foto: Sdmg/Werner
11.03.2018

Zehnköpfige Großfamilie in Flüchtlingsheim mit Kohlenmonoxid vergiftet

Stuttgart. In einer Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart hat sich eine zehnköpfige Großfamilie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen.

Kohlenmonoxid-die unsichtbare Gefahr

Zwei Familienmitglieder seien mit schweren Vergiftungserscheinungen in Kliniken gebracht worden, Lebensgefahr bestehe aber nicht, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Zunächst hatte ein Familienmitglied am späten Samstagabend über Kreislaufprobleme geklagt. Als die Besatzung eines Rettungswagens die Unterkunft betrat, schlugen die CO-Warner der Rettungskräfte an, wie die Branddirektion der Feuerwehr Stuttgart am Sonntag mitteilte.

Zehn Bewohner des Hauses wurden daraufhin mit Hilfe der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Ein Großraumrettungswagen wurde angefordert und eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Mehrere Notärzte versorgten die 44 Jahre alte Mutter, den 46 Jahre alte Vater und acht Kinder im Alter von vier bis 19 Jahren. Ob weitere Bewohner in dem Haus wohnten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Feuerwehrleute mit Atemschutz durchsuchten das Gebäude nach der Kohlenmonoxid-Quelle. Im Erdgeschoss fanden die Einsatzkräfte drei Gefäße mit glühenden Kohlen. Sie seien laut Polizei auch die Ursache für die lebensbedrohliche Situation gewesen. Nachdem Feuerwehrleute die Luft im Gebäude mit Lüftern bereinigt hatten, wurde keine Kohlenmonoxid-Konzentration mehr gemessen und Entwarnung gegeben.

Das farb- und geruchlose Kohlenmonoxid entsteht beim Verbrennen von Kohle oder Gas. Es führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod. Am 5. Februar war in Esslingen bei einem tragischen Unglück eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen

Erst kürzlich kam es in Niefern zu einem Kohlenmonoxid-Austritt. Glücklicherweise ging dieser Unfall glimpflicher aus.

In Pforzheim gab es 2017 zwei Fälle, die für Aufsehen sorgten.

Um bei niedrigen Temperaturen nicht frieren zu müssen, stellten zwei Männer Anfang Dezember in einem für die Übernachtung genutzten Industriebau an der Frankstraße ein benzinbetriebenes Notstromaggregat auf, um damit ein Heizgerät zu betreiben. Einer der beiden starb in der Nacht auf Samstag durch die ausgetretenen Gase des Stromerzeugers.

Ende März wurde einem Gast einer Shisha-Bar an der Bleichstraße plötzlich übel. Der Mann war dann kurzzeitig bewusstlos. Die Feuerwehr Pforzheim konnte eine stark erhöhte Konzentration an Kohlenmonoxid (CO) messen. Daraufhin wurde die Bar geräumt. Vier weitere Gästen und der Bar-Betreiber wurden zur Behandlung der CO-Intoxikation in Pforzheimer Krankenhäuser eingeliefert.

Was macht Kohlenmonoxid (CO) so gefährlich?

Das Gas ist farb-, geruch- und geschmacklos. Etwa 300 bis 400 Menschen pro Jahr verlieren in Deutschland ihr Leben, weil sie Opfer einer Kohlenmonoxidvergiftung wurden.

Wenn Kohle, Gas oder Benzin nicht vollständig verbrennen, kann sich Kohlenmonoxid bilden. Schon mehrfach gab es Tote und Verletzte, weil jemand einen noch glühenden Holzkohlengrill vom Balkon ins Zimmer gestellt oder in einer geschlossenen Garage gegrillt hat. Wer einen offenen Kamin in der Wohnung hat, muss ebenfalls mit einer unsauberen Verbrennung und Kohlenmonoxidbildung rechnen. Sind dann auch noch die Abzüge defekt oder der Kamin verstopft, kann sich das Gas im Wohnraum ansammeln. Manchmal sogar bei geöffneten Fenstern. Auch an Stromaggregaten, die meist mit Diesel oder Benzin betrieben werden, entstehen giftige Abgase wie Kohlenmonoxid. Ein solches Aggregat, das die Versorgung mit Energie unabhängig vom Stromnetz sicherstellt, sollte also nicht in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen genutzt werden.

Das Einatmen von CO führt zu einem extremen Sauerstoffmangel im Körper. Aus Kopfschmerzen und Übelkeit folgen Herzrasen, Halluzinatonen und Krämpfe. Die Kohlenmonoxid-Opfer werden zunehmend apathisch und leiden unter Atemnot. Je länger die Menschen große Mengen CO einatmen, desto eher tritt der Tod ein. Gefährlich wird es, wenn die Menschen im Schlaf überrascht werden und dann nicht mehr die Kraft finden, sich aus dem Raum zu bewegen, um frische Luft, zum Beispiel durch ein geöffnetes Fenster, einzuatmen.

Die üblichen und vorgeschriebenen Rauchmelder reagieren nicht auf Kohlenmonoxid. Es gibt jedoch CO-Melder, die bei manchen Kaminsituationen auch vom Schornsteinfeger angeordnet werden. Generell gilt: Ein CO-Melder kann Leben retten, denn wer noch die Kraft hat, sich ins Freie zu retten, hat sehr gute Chancen, die Vergiftung zu behandeln. Das geschieht vor allem mit der Gabe von hochdosiertem Sauerstoff. tok

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Isis
11.03.2018
Zehnköpfige Großfamilie in Flüchtlingsheim mit Kohlenmonoxid vergiftet

8 Kinder. Hallelujah mehr...

Schreiberling
11.03.2018
Zehnköpfige Großfamilie in Flüchtlingsheim mit Kohlenmonoxid vergiftet

[QUOTE=Isis;297137]8 Kinder. Hallelujah[/QUOTE] Wenn man die ordentlich beschult und betreut (=integriert), werden das mal gute Rentenbeitrags- und Steuerzahler. Wer soll denn sonst Ihre Rente zahlen, sagen wir mal in zwanzig Jahren? mehr...

Ladygaga
11.03.2018
Zehnköpfige Großfamilie in Flüchtlingsheim mit Kohlenmonoxid vergiftet

allein mir fehlt der Glaube....mal Buschkowsky--Neukölln ist überall--lesen.... der erzählt ausführlich wie die Integration dort " gelingt "...Aber wahrscheinlich ist das nur auf Neukölln beschränkt...In B/W ist alles besser.... mehr...

Schreiberling
11.03.2018
Zehnköpfige Großfamilie in Flüchtlingsheim mit Kohlenmonoxid vergiftet

Tja, wenn man keine eigenen Kinder produziert, muss man eben die heranziehen, an die man kommt. Dazu muss man die Kids verpflichtend schon in Kitas und Kigas schicken und darf nicht den Eltern ein baierisches Betreuungsgeld zahlen, dafür, dass die ihnen Zuhause anatolische Märchen erzählen. Was wollen Sie denn sonst machen? Maschinen besteuern vielleicht?... mehr...