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15.06.2012

Zeuge sieht Fahrraddiebstahel: Vier Festnahmen

Während der Diebstahl einer größeren Anzahl hochwertiger Fahrräder in den Stadtteilen der Karlsruher Südweststadt und Weststadt seit Ende Mai die Polizei beschäftigt, konnte das Polizeirevier Marktplatz am Donnerstag vier mutmaßliche Fahrraddiebe festnehmen. Ein Zeuge beobachtete am Zirkel kurz nach 19 Uhr vier Personen, die sich an den Schlössern von Fahrrädern zu schaffen machten und verständigte die Polizei.

Unterdessen war das Quartett in Richtung Schlossplatz geflüchtet. Bei den Fahndungsmaßnahmen stellte eine Polizeistreife dann im Schlossgarten sechs Personen fest, darunter vier Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren, die zuvor von dem Zeugen beobachtet worden waren. Neben einem am Zirkel entwendeten Fahrrad führten sie zwei weitere, vermutlich ebenfalls gestohlene Fahrräder mit. Zu diesen drei Damenrädern, ein silbernes der Marke „Westfalen“, ein blaues der Marke „CIRO“ und eines unbekannter Marke mit silber-schwarzem Rahmen und roten Streifen sucht die Polizei noch die Eigentümer. Weitere Ermittlungen führt hierzu das Revier Karlsruhe-West.

Vermutlich sind die vier Verdächtigen jedoch nicht mit einer Serie von Fahrraddiebstählen in Zusammenhang zu bringen, zu der Anzeigen von über 40 Fahrraddiebstählen mit einem Schaden von bis zu 20.000 Euro vorliegen. Vorwiegend lagen die Tatorte der seit Ende Mai im Bereich der Weststadt andauernden Serie schwerpunktmäßig in der Goethe-/Lessing-/Gellert- und Weinbrennerstraße. In der Südweststadt dagegen häuften sich die Taten erst seit vergangenem Samstag. Hier lagen die meisten Fälle vorwiegend im Bereich der Frankenstraße, der Hirschstraße und der Sachsenstraße.

Auffällig ist, dass es sich etwa bei der Hälfte der in der Südweststadt entwendeten Zweiräder um Modelle der Marke „Giant“ handelt. Auch die entwendeten Fahrräder anderer Marken liegen durchweg bei einem Wert von über 400 Euro. Einige Indizien sprechen für eine oder mehrere gewerbsmäßig agierende Tätergruppen. Zum Abtransport könnte ein Kleintransporter oder ein ähnliches Fahrzeug benutzt worden sein. Darüber hinaus verfügt die Täterschaft wohl auch über das nötige Equipment zum Durchtrennen von teilweise zentimeterstarken Stahlseilen, die zur Diebstahlsicherung angebracht waren.

Möglicherweise wurden verdächtige Personen zuvor von Zeugen bei der Ausschau nach potenziellem Diebesgut an Straßen und Hinterhöfen beobachtet. Darüber hinaus erhoffen sich die Ermittler Hinweise zu Kleintransportern oder vergleichbaren Fahrzeugen, in welche das Diebesgut eventuell verladen wurde. Die Polizei appelliert an alle Fahrradbesitzer, ihr Zweirad je nach Möglichkeit im Fahrradkeller, in der Garage oder sonst an sicheren Unterstellplätzen zu verwahren. pol