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19.04.2012

Zigarette löst Wohnhausbrand aus: Sieben Verletzte

Eine im Schlaf fallen gelassene Zigarette hat am frühen Donnerstagmorgen um 2.30 Uhr in einem Wohnhaus in Ludwigsburg einen Brand ausgelöst, bei dem sieben Menschen verletzt wurden und ein Sachschaden in Höhe von etwa 300.000 Euro entstand. Das Feuer brach in der Wohnung eines 51-Jährigen aus, der sich dort mit einem 42-jährigen Besucher aufhielt. Beide Männer waren betrunken.

Während der 51-Jährige kurz vor 2.30 Uhr den Raum verließ, um zur Toilette zu gehen, war der 42-Jährige eingeschlafen. Er hatte dabei seine brennende Zigarette fallen gelassen. Im Zimmer gerieten verschiedene Einrichtungsgegenstände in Brand.

Die verständigten Polizeikräfte konnten vor Ort aus dem Obergeschoss Flammen und starken Rauch feststellen, die Bewohner in den unteren Etagen warnen und auffordern, nach draußen zu gehen. Eine Bewohnerin aus dem Obergeschoss begab sich selbständig auf die Straße, während zwei weitere Bewohner von der Feuerwehr unter Einsatz von Atemschutzgerät gerettet wurden. Zeitgleich wurden die Anwohner der Nachbargebäude durch Polizeikräfte verständigt und zu einem Sammelpunkt in die Tiefgarage eines nahegelegenen Einkaufsmarktes gebeten. Dort wurden sie von Angehörigen eines Rettungsdienstes betreut und versorgt.

Die beiden verletzten Männer, die sich noch im Krankenhaus befinden, erlitten ebenso Rauchgasvergiftungen wie eine 61-Jährige und ein 70-jähriger Bewohner sowie zwei Feuerwehrkräfte. Ein weiterer Angehöriger der Feuerwehr erlitt eine leichte Beinverletzung.

Nachdem in mehreren Wohnungen Schadstoffmessungen durchgeführt worden waren, konnten die Bewohner der unteren beiden Etagen teilweise wieder dorthin zurückkehren. Fünf Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar, zum Teil wegen eingedrungenem Rauch oder einem Schaden durch das Löschwasser. pol