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Das feine Näschen der tierischen Kollegen hat den Zollbeamten schon oft geholfen. In Baden-Württemberg kommen auf Geld spezialisierte Hunde vor allem an der Schweizer Grenze zum Einsatz.
Das feine Näschen der tierischen Kollegen hat den Zollbeamten schon oft geholfen. In Baden-Württemberg kommen auf Geld spezialisierte Hunde vor allem an der Schweizer Grenze zum Einsatz. © dpa
26.03.2014

Zollfahnder stellen immer mehr Anabolika und Arznei sicher

Stuttgart. Mehr Arbeit für die rund 300 Zollfahnder im Südwesten: Die Zahl der Ermittlungsverfahren stieg 2013 um mehr als zehn Prozent auf 1255 Verfahren an, wie eine Sprecherin am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Den Ermittlern bereitete vor allem die Zunahme bei den sichergestellten Arzneimitteln und Anabolika Sorge.

«Über das Internet bekommt man alles ohne Rezept und meistens billiger.» Die leichte Verfügbarkeit sei ein großes Problem. So wurden im vergangenen Jahr 31.000 Tabletten, 24 Kilogramm Pulver und über 20.000 Ampullen von den Fahndern beschlagnahmt.

2013 wurde unter anderem ein Verfahren gegen 20 Personen geführt. Sie betrieben im Südwesten und in der Schweiz einen umfangreichen Handel mit Dopingmitteln und anderen illegalen Arzneimitteln. Der Kampf gegen die Drogen zählte zu einem weiteren Schwerpunkt. Neben 167 Kilogramm Marihuana seien gleichfalls 13,5 Kilogramm Heroin und mehr als 204.000 Ecstasy-Tabletten sichergestellt worden.

Zudem kassierte das Zollfahndungsamt im Südwesten 560 Schusswaffen und 33.400 Schuss Munition ein. Die Sprecherin verwies auf einen gesprengten Waffenschieberring. Mitglied war ein Rechtsanwalt. Alleine bei ihm wurden 56 Waffen gefunden.

Durch aufgedeckten Zigarettenschmuggel entstand ein Steuerschaden von vier Millionen Euro. Im Bezirk des Zollfahndungsamtes liegt Deutschlands längste Grenze zu einem Staat, der nicht der Europäischen Union angehört: die über 300 Kilometer lange Grenze zur Schweiz.