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22.02.2011

Zoo-Brand: Neuer Streichelzoo, genesende Elefanten

KARLSRUHE. Die Besucher des Karlsruher Zoos können sich freuen: In den kommenden zwei Wochen wird ein provisorischer Streichelzoo aufgestellt. Dort sollen kleine und große Zoogäste zumindest Shetlandponys und Schafe streicheln können. Der reguläre Streichelzoo war bei einem Feuer am 14. November in Flammen aufgegangen, alle 26 Tiere verbrannten. Ursache war vermutlich ein technischer Defekt. Das neue Streichelgehege soll in den Sommerferien stehen.

Möglich wurde die Zwischenlösung durch eine Vielzahl von Spenden. «Von Stundenleistung bis zu Sachspenden war alles dabei», sagte Zoo-Chefin Gisela von Hegel. «Das zeigt, wie unheimlich stark der Karlsruher Zoo in der Bevölkerung verankert ist. Das ist schon toll.»

Die Vorbereitungen für den regulären Streichelzoo laufen nach Angaben einer Stadtsprecherin auf Hochtouren. Zurzeit werde die Baugenehmigung geprüft. Die Kosten für das neue Gehege belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Etwa 700.000 Euro sind bislang an Spenden eingegangen, 100.000 Euro trägt die Versicherung, den Rest übernimmt die Stadt. Im neuen Gehege sollen neben den Ponys und Schafen aus dem Provisorium auch wieder Esel und Ziegen stehen. Als besondere Attraktion ist bei den Meerschweinchen eine Glaskuppel und ein unterirdischer Gang geplant, bei dem die Besucher den Tieren «auf Augenhöhe begegnen können».

Unterdessen geht es den beim Feuer verletzten Elefanten zusehends besser. Rani, Shanti, Ilona und Jenny sind nach Auskunft der Zoo-Chefin «froh und munter». Sie werden täglich gesäubert, desinfiziert und eingecremt. Ihre Wunden werden immer wieder mit einer Wärmebildkamera aufgenommen. «Darauf hat man deutlich gesehen, dass die Entzündungen stark zurückgegangen sind», erläuterte von Hegel. Jeder der vier Elefanten hatte auf einer Fläche von rund vier Quadratmetern Brandverletzungen. dpa