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© Werner Kerschbaummayr/dpa
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30.07.2014

Zwei Badener tot nach Geisterfahrer-Unfall in Österreich

Auf einer Autobahn in Österreich wird eine Familie aus Südbaden in einen tödlichen Unfall verwickelt. Zwei Menschen sterben. Eine Warnung in letzter Minute war vergebens.

Allhaming/Wehr (dpa/lsw) - Ein betrunkener Geisterfahrer hat in Österreich einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein neun Jahre altes Mädchen und ein 20-Jähriger aus Wehr (Kreis Waldshut) ums Leben kamen. Der 56 Jahre alte Unfallverursacher war in der Nacht zum Mittwoch bei Allhaming in Oberösterreich falsch auf die Autobahn in Richtung Wien gefahren und frontal gegen das entgegenkommende Auto der Familie aus Südbaden geprallt, wie die Polizei mitteilte.

Wenige Minuten zuvor hatte der Österreichische Rundfunk im Radio noch eine Geisterfahrerwarnung für den Autobahnabschnitt gesendet. «Beide Autos haben furchtbar ausgesehen», sagte ein Polizeisprecher. «Da unverletzt auszusteigen, ist fast unmöglich.»

Der 56-Jährige habe 1,4 Promille Alkohol im Blut gehabt, hieß es. Die Mutter der beiden Getöteten wurde schwer verletzt, der Vater leicht. Sie kamen in eine nahe gelegene Klinik. Für Sohn und Tochter kam jedoch jede Hilfe zu spät, sie starben an Ort und Stelle.

Der Unfallfahrer brach sich unter anderem eine Hand und erlitt Risswunden. Gegen ihn wird den Angaben nach nun unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Autobahn in Richtung Wien war für rund drei Stunden gesperrt.

Nach Angaben von Statistik Austria kamen seit 1987 in der Alpenrepublik 107 Menschen bei Unfällen durch Geisterfahrer ums Leben. In den vergangenen Jahren gingen die Zahlen zurück, 1998 waren es zwölf Tote, 2013 starben zwei Menschen. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Österreich Hinweistafeln an den Autobahnauffahrten, die davor warnen, in falscher Richtung auf die Strecke zu steuern.