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24.01.2013

Zwei Brände durch technische Defekte

Karlsruhe. Zwei Leichtverletzte und ein Sachschaden von insgesamt rund 200 000 Euro sind das Ergebnis zweier nicht zusammenhängender Brände in Karlsruhe. Beide wurden aller Wahrscheinlichkeit nach durch einen technischen Defekt ausgelöst.

In der Mannheimer Straße in Neudorf brannte das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses. Der im Dachgeschoss lebende 22-Jährige war gegen 3 Uhr auf ein Feuer in seinem Zimmer aufmerksam geworden. Er weckte seine insgesamt sechs in den beiden darunter liegenden Stockwerken lebenden Familienangehörigen, woraufhin sich diese in Sicherheit bringen konnten.

Der junge Mann und auch sein 52 Jahre alter Vater erlitten bei eigenen Löschversuchen jeweils leichte Verbrennungen und Rauchvergiftungen. Während sich der Notarzt sowie mehrere Rettungsteams um die Verletzten kümmerten und diese vorsorglich ins Bruchsaler Krankenhaus brachten, konnten die mit 56 Mann herbeigeeilten Feuerwehren aus Graben-Neudorf, Waghäusel-Wiesental und Linkenheim-Hochstetten ein Ausbreiten des Feuers verhindern und die Flammen rasch löschen.

Gleichwohl ist das komplette Haus fürs Erste nicht bewohnbar, so dass die Familie bei Bekannten untergebracht wurde.

Die Ermittlungen nach der Ursache des Feuers sind noch nicht abgeschlossen. Eine vorsätzliche Brandstiftung ist auszuschließen. Möglicherweise kommt ein technischer Defekt an einem Ölradiator in Betracht. Der Sachschaden beläuft sich hier auf etwa 50 000 Euro.

Bei einem Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Jakob-Dürr-Straße in Karlsruhe-Knielingen war die Ursache offenbar eine fehlerhafte Deckenlampe. Personen wurden nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 150.000 Euro. Bewohner des Hauses hatten gegen 8.15 Uhr einen Funkenschlag vernommen, durch den sich in der Folge rasch ein Brand entfachte. Eigene Löschversuche der Mieter scheiterten, weshalb sie die Feuerwehr alarmieren mussten. Beim Eintreffen der Karlsruher Berufsfeuerwehr mit 28 Mann stand die Dachgeschosswohnung bereits in Vollbrand. Allerdings konnten die Flammen in kurzer Zeit eingedämmt werden. Vorsorglich waren auch zwei Rettungsteams und ein Notarzt im Einsatz.

Beide Wohnungen im Dachgeschoss waren nicht mehr bewohnbar. Weitere Ermittlungen zur genauen Brandursache hat die Kriminalpolizei übernommen.