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Auf der A5 bei Weingarten im Landkreis Karlsruhe wurden drei Menschen schwer verletzt. Ein Schwerverletzter musste von der Feuerwehr aus dem Flixbus befreit, der auf einen Lkw aufgefahren war. © dpa
Auf der A5 bei Weingarten im Landkreis Karlsruhe wurden drei Menschen schwer verletzt. Ein Schwerverletzter musste von der Feuerwehr aus dem Flixbus befreit, der auf einen Lkw aufgefahren war. © dpa
Feuerwehrleute löschen einen Reisebus. In einem Reisebus ist auf der Autobahn 1 bei Bremen ein Feuer ausgebrochen. Foto: Christian Butt
05.06.2019

Zwei Flixbusse verunglückt: Auf A5 auf Lkw geprallt, auf A1 ausgebrannt

Weingarten/Bremen. Gleich zwei Reisebusse sind in der Nacht zu Mittwoch nicht wie geplant ans Ziel gekommen. Bei Bremen musste eine Fahrerin ihren Bus wegen eines Feuers stoppen, nördlich von Karlsruhe fuhr ein Reisebus einem Lastwagen auf. Das Unternehmen Flixbus, für das beide Busse unterwegs waren, bedauerte beide Zwischenfälle in einer Stellungnahme.

Bildergalerie: Zwei Flixbusse auf A5 und A1 verunglückt

Auf der A5 bei Weingarten im Landkreis Karlsruhe wurden drei Menschen schwer verletzt. Ein Schwerverletzter musste von der Feuerwehr aus dem Flixbus befreit, der auf einen Lkw aufgefahren war.Auf der A5 bei Weingarten im Landkreis Karlsruhe wurden drei Menschen schwer verletzt. Ein Schwerverletzter musste von der Feuerwehr aus dem Flixbus befreit, der auf einen Lkw aufgefahren war.Feuerwehrleute löschen einen Reisebus. In einem Reisebus ist auf der Autobahn 1 bei Bremen ein Feuer ausgebrochen. Foto:

Bei einem Unfall mit einem Fernbus auf der A5 bei Weingarten sind in der Nacht zum Mittwoch sieben Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Die viel befahrene Autobahn war Richtung Norden an dieser Stelle über Stunden voll gesperrt. Es bildeten sich kilometerlange Rückstaus. Es entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von mindestens 250 000 Euro.

Nach Angaben der Polizei wollte ein Lastwagen in einen Parkplatz fahren. Weil die Einfahrt aber von einem anderen Laster blockiert war, scherte der Fahrer wieder auf die Autobahn ein. Ein folgender Fernbus konnte nicht mehr ausweichen. Er fuhr in den Lastwagen. Dabei wurde der vordere Bereich des doppelstöckigen Busses zerstört. Ein Schwerverletzter musste von der Feuerwehr aus dem Bus befreit werden.

Rettungskräfte brachten die Verletzten in Krankenhäuser. Die Feuerwehr brachte die übrigen 39 Insassen des Busses, der laut Flixbus von München in Richtung Amsterdam unterwegs war, in eine Halle nach Weingarten, wo sie zunächst betreut und später von einem Ersatzbus abgeholt werden sollten.

Die A5 war auf Höhe der Unfallstelle in Richtung Norden in der Nacht bis zum frühen Morgen voll gesperrt. Bis gegen Mittag war sie wegen Aufräumarbeiten nur einspurig befahrbar. Es bildeten sich kilometerlange Rückstaus auch auf der A8 wegen des nahen Autobahndreiecks und auf den Umleitungsstrecken. «Komplett dicht» war nach Angaben einer Polizeisprecherin zeitweise die B3 zwischen Weingarten und Bruchsal.

Schon am Dienstag vor einer Woche gab es bei Bruchsal auf der A5 einen ähnlichen Unfall mit zwei Schwerverletzten, hohem Schaden und stundenlanger Vollsperrung sowie langen Staus. Ein Autofahrer hatte auf der Durchgangsfahrbahn eines Autobahnparkplatzes offenbar einem dort stehenden Lastwagen ausweichen wollen und war unvermittelt wieder von der Verzögerungsspur auf die Autobahn gefahren.

Keine Verletzten gab es bei einem zweiten Zwischenfall in der Nacht. Ein Reisebus, der von Bremen nach Hamburg fahren sollte, musste nach nur wenigen Kilometern am Bremer Kreuz auf der A1 halten. Die Busfahrerin hatte mehrere aufblinkende Warnleuchten bemerkt und war daraufhin an den Straßenrand gefahren. Zum Glück der Fahrgäste: Denn als sie den Bus von außen kontrollierte, fiel ihr ein Feuer im Motorraum auf.

Sie evakuierte den Bus, noch bevor das Feuer in den Innenraum vordrang. Alle 26 Insassen blieben deshalb unverletzt. Die Feuerwehr brachte sie zur nächstgelegenen Raststätte, wo ein anderer Bus des Unternehmens sie aufnahm und nach Hamburg brachte. Die Polizei sperrte die A1 für wenige Minuten komplett, ein Fahrstreifen blieb länger gesperrt. Gegen fünf Uhr gaben die Beamten die Autobahn wieder voll frei. Flixbus kündigte an, den Brand in Zusammenarbeit mit den Behörden zu untersuchen.