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Ermittler der Polizei sammeln am 20.01.2017 auf der Baustelle eines Neubaus einer Asylbewerberunterkunft in Neuenstein (Baden-Württemberg) Beweise.

Zwei Männer gestehen: Feuer in geplanter Asylunterkunft gelegt

Neuenstein (dpa/lsw) - Nach dem Feuer in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein (Hohenlohekreis) hat die Polizei zwei Tatverdächtige gefasst.

Die beiden Männer im Alter von 24 und 33 Jahren gaben die Brandstiftung zu, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag mitteilte. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen im Hohenlohekreis sei Beweismaterial gefunden worden. Beide sitzen seit Sonntag in Untersuchungshaft. 

In Neuenstein hatte es am Freitag in zwei von sechs Häusern einer im Bau befindlichen Asylbewerberunterkunft gebrannt. Da das Gebäude leer stand, wurde niemand verletzt. Die Unterkunft ist für 84 Menschen geplant.

Die Brandstiftung an einem Wohnhaus im nahegelegenen Pfedelbach (Hohenlohekreis), das ebenfalls zur Unterbringung für Flüchtlinge gedacht war und im November vergangenen Jahres brannte, stritten die festgenommenen Männer ab. Eine Ermittlergruppe betrachtet beide Brände nun genauer und arbeitet mögliche Parallelen heraus.

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