Bus kollidiert mit Zug
Der Bus, der in der Nähe von Ulm mit einem Zug kollidierte, ist völlig zerstört. 
Bus kollidiert mit Zug
Der entgleiste Zug nach der Kollision mit dem Bus. 

Zwei Schwerverletzte bei Kollision von Zug und Bus nahe Ulm

Blaustein. Bei Blaustein, einem ruhigen Vorort von Ulm, sind am Dienstagmorgen ein Bus und ein Zug an einem Bahnübergang mit großer Wucht zusammengeprallt. Mindestens zwei Menschen wurden bei dem Bahnunglück schwer verletzt.

Wo sonst zwischen weiten Wiesen Spaziergänger unterwegs sind und der Fluss Blau sachte gen Osten fließt, ist am Vormittag das verkohlte Wrack eines Linienbusses zu sehen. Etwa 100 Meter entfernt ist die entgleiste Regionalbahn zum Stehen gekommen.

Gegen 8.30 Uhr war der Zug in Fahrtrichtung Ulm am Bahnübergang im Ortsteil Arnegg mittig in den Bus geprallt und hatte diesen in Brand gesetzt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der Bus brannte vollständig aus.

Bus kollidiert mit Zug
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In Bildern: Schweres Zugunglück nahe Ulm

Der Fahrer des Busses wurde durch den Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Er war den Angaben zufolge alleine im Bus. Auch der Zugführer zog sich schwere Verletzungen zu. Beide wurden in Kliniken gebracht.

74 Passagiere in der Bahn

Von den 74 Passagieren in der Bahn verletzten sich elf leicht. Die anderen kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden in eine Halle in Blaustein gebracht und dort von Seelsorgern betreut.

Die stark beschädigte Front des Zuges zeugt von einem heftigen Zusammenprall. Die Schreibe ist ausgeschlagen, in der Hülle des Zuges klaffen tiefe Löcher. Die Schäden an der Bahnstrecke wie auch an dem Zug liegen nach ersten Schätzungen der Polizei im Millionenbereich. Um das genaue Ausmaß der Schäden beurteilen zu können, müsse die Unfallstelle erst geräumt werden, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn mit.

Dem schweren Zusammenprall soll ein Unfall mit einem Motorradfahrer in der Nähe des Bahnübergangs vorausgegangen sein. In Folge des Unfalls staute sich der Verkehr, und der Bus kam zwischen den Schranken auf den Gleisen zum Stehen.

Als sich die Schranken senkten, kam der Bus nicht mehr von den Gleisen weg. Die Bahn konnte den Angaben zufolge nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit großer Wucht in den Bus. Durch den vorigen Unfall waren bereits Rettungskräfte vor Ort und sorgten so für schnelle Hilfe.

Die Bahnstrecke sowie die Bundesstraße 28 bei Blaustein und die Verbindungsstrecke zum Teilort Arnegg wurden gesperrt. Wie lange die Bahnstrecke noch gesperrt bleiben wird, konnte die Bahn zunächst nicht sagen. Auf dem gesperrten Abschnitt zwischen Ulm und Sigmaringen verkehren solange Busse. Der genaue Unfallhergang soll nun ermittelt werden.