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Mit dem Teilgeständnis eines Angeklagten hat am Mittwoch der zweite Prozess um den Angriff eines rechtsextremen Mobs auf Migranten in Winterbach begonnen. «Ich war selber im Wutrausch», sagte einer der zwölf Angeklagten.
Mit dem Teilgeständnis eines Angeklagten hat am Mittwoch der zweite Prozess um den Angriff eines rechtsextremen Mobs auf Migranten in Winterbach begonnen. «Ich war selber im Wutrausch», sagte einer der zwölf Angeklagten. © dpa
29.08.2012

Zweiter Prozess um Winterbach-Anschlag - «Ich war im Wutrausch»

Mit dem Teilgeständnis eines Angeklagten hat am Mittwoch der zweite Prozess um den Angriff eines rechtsextremen Mobs auf Migranten in Winterbach begonnen. «Ich war selber im Wutrausch», sagte einer der zwölf Angeklagten. Als Teilnehmer eines Grillfests der rechten Szene sei er am 10. April 2011 mit gut zehn weiteren Männern auf mehrere türkische und italienische Migranten losgegangen, schilderte er zum Prozessauftakt vor dem Stuttgarter Landgericht.

Der 24-Jährige räumte ein, einen Mann verprügelt und getreten zu haben. Dieser habe ihn aber zuvor beschimpft, weil er an der Party teilnahm. Auch habe er von ihm «eins auf die Nase bekommen».

Insgesamt müssen sich im Winterbach-2-Prozess elf Männer und eine Frau verantworten. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung, Falschaussage oder auch Strafvereitelung vorgeworfen. Bei der Jagd auf die Miranten ging damals eine Gartenhütte in Flammen auf, in die sich fünf Opfer geflüchtet hatten. Wie es zu dem Brand kam, könne er nicht sagen, berichtete der 24-Jährige.

Im ersten Verfahren hatte das Landgericht zwei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung zu je zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt.