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Der Mainze rYoshinori Muto (l) im Zweikapmf mit dem Stuttgarter Torschütze Holger Badstuber. Foto: Deniz Calagan
Der Mainze rYoshinori Muto (l) im Zweikapmf mit dem Stuttgarter Torschütze Holger Badstuber. Foto: Deniz Calagan
26.08.2017

Badstuber führt VfB zum 1:0 gegen Mainz

Stuttgart (dpa) - Nach seinem überzeugenden Startelfdebüt samt Siegtor für den VfB Stuttgart richtete Holger Badstuber den Blick sofort nach vorne und gab sich kritisch.«Das muss uns für heute zufrieden stellen, aber wir haben noch einige Arbeit zu leisten», sagte Badstuber nach dem 1:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05. «Das ist jetzt Bundesliga, da ist eine andere Härte, eine andere Intensität.»

Mit dem zweiten Bundesliga-Tor seiner Karriere sorgte der Neuzugang und langjährige Fußball-Profi des FC Bayern München nach 53 Minuten für den ersten Bundesliga-Erfolg des Aufsteigers nach 77 Wochen. «Ich freu' mich für ihn und für uns als Mannschaft», sagte Dennis Aogo, der Badstubers Treffer mit einem Eckball vorbereitete und ebenfalls sein Startelfdebüt für die Schwaben gab. Seine Bilanz war ähnlich der von Badstuber: «Wir können uns heute freuen, haben aber noch wahnsinnig viel Arbeit vor uns», sagte Aogo.

Der von Simon Terodde per Pfostenschuss vergebene Elfmeter nach 81 Minuten, auf den Schiedsrichter Benjamin Brand erst nach langer Rücksprache mit Video-Schiedsrichter Tobias Stieler entschieden hatte, hatte keine Auswirkungen. Auch für Terodde nicht. «Er hat sich nach dem Abfiff sehr gefreut und weiß jetzt, dass wir auch mit ihm in der Startelf ein Bundesliga-Spiel gewinnen», sagte VfB-Trainer Hannes Wolf. Der Zweitliga-Torschützenkönig wartet noch auf seinen ersten Bundesliga-Treffer.

Die Mainzer um den Ex-Stuttgarter Alexandru Maxim gehen dagegen mit zwei Niederlagen gegen die Aufsteiger Hannover und Stuttgart in die Länderspielpause. Sandro Schwarz ist der erste FSV-Trainer, der seine beiden ersten Saisonspiele in der Bundesliga verlor. «Ärgerlich, aber ganz wichtig: Ruhe bewahren», sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder. «Dünn ist, dass du nach zwei Spielen null Punkte hast. Das haben wir uns anders vorgestellt.»

Vor 53 150 Zuschauern in der nicht ausverkauften Mercedes-Benz Arena setzte VfB-Trainer Hannes Wolf auf eine Dreierkette und beorderte erstmals die beiden ehemaligen Nationalspieler Aogo und Badstuber in der Startelf.

Auffällig war, wie selbstverständlich die beiden jungen VfB-Profis Chadrac Akolo und Orel Mangala dafür sorgten, dass der VfB trotz der vielen Defensiv-Spieler auf dem Feld die Intiative ergriff. Sie stibitzten den Mainzern ein ums andere Mal den Ball. Defensiv übernahm Badstuber ohne Schwierigkeiten die Rolle als Organisator.

Weil die Schwaben ihren Ballbesitz aber nicht effektiv nutzten, hatten die Gäste aus Mainz die klarsten Torchancen. VfB-Keeper Ron-Robert Zieler parierte den Kopfball von FSV-Kapitän Stefan Bell nach einem Freistoß (28.) aber zur Ecke.

VfB-Schlussmann Zieler bekam immer wieder Arbeit durch Rückpässe und war oft am Aufbauspiel beteiligt. Einen zu kurzen Rückpass von Timo Baumgartl zwang ihn nach 50 Minuten zu einem Sprint, im letzten Moment konnte er vor Yoshinori Muto klären. Drei Minuten später belohnte sich Badstuber für seine starke Heimpremiere mit dem 1:0.

Danach musste Mainz mehr investieren. Torgefahr strahlte die Elf von Schwarz aber nicht aus. Vielmehr gab es mehr Raum für den VfB. Die beste Chance vergab Terodde. Der Zweitliga-Torschützenkönig traf beim Foulelfmeter nur den Posten und verpasste sein erstes Bundesliga-Tor.

Der Mainze rYoshinori Muto (l) im Zweikapmf mit dem Stuttgarter Torschütze Holger Badstuber. Foto: Deniz Calagan

Deniz Calagan