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Caglar Söyüncü (r) von Freiburg versucht Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (l) am Torschuss zu hindern. Foto: Patrick
Caglar Söyüncü (r) von Freiburg versucht Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (l) am Torschuss zu hindern. Foto: Patrick Seeger
25.02.2017

Doppelpack von Aubameyang: Dortmund feiert 3:0 in Freiburg

Freiburg (dpa) - Die Dortmunder Fußball-Profis um Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang tanzten glücklich in der Gäste-Kurve. Thomas Tuchel sprach seiner Mannschaft nach dem souveränen 3:0 (1:0)  beim SC Freiburg und seinem 100. Bundesliga-Sieg als Trainer «ein dickes, dickes Kompliment» aus.«Das war ein enormer Schritt», sagte Tuchel und lächelte. «Wir sind sehr glücklich über die Leistung. Das tut uns gut.» Nach dem überlegenen und temporeichen Auftritt, mit dem der BVB vorerst seinen dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga festigte, fühlt sich der Champions-League-Achtelfinalist bereit für die nächsten wichtigen Aufgaben.

Schon am Dienstag folgt die Partie bei den Sportfreunden Lotte. Und rechtzeitig vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal hat Doppeltorschütze Aubameyang seine kleine Torkrise beendet. «Das ist eine große Erleichterung», sagte Tuchel. «Du brauchst viele Sachen, nur keinen Stürmer, der anfängt nachzudenken.»

Ganz anders als bei Tuchel war die Gemütslage des Freiburger Trainerkollegen Christian Streich. Mit ernstem Blick nahm er die Niederlage auf seine Kappe: «Der Fehler lag bei mir, das ist klar», sagte der 51-Jährige und meinte seine taktische Anfangsaufstellung im 4-4-2. «Ich habe falsch gehandelt. Das ist extrem enttäuschend.»

Von Beginn an war seine Elf unter Druck geraten. Dortmund bleibt damit neben Leipzig das einzige Bundesliga-Team, gegen das Streich noch nie punkten konnte. Der Aufsteiger hält dennoch seinen Platz im sicheren Tabellen-Mittelfeld und liegt weiter beruhigende zehn Punkte vor Relegationsrang 16.

Zum Auftakt eines intensiven Programms hatte der BVB im ausverkauften Schwarzwald-Stadion von Beginn an die Regie übernommen. Schon nach 13 Minuten war die SC-Defensive geschlagen: Nach einem Freistoß von Raphael Guerreiro traf Sokratis per Kopfball-Aufsetzer.

Die Gäste hätten schon zur Pause höher führen müssen, gingen aber lange zu verschwenderisch mit ihren Chancen um. Erst in der zweiten Halbzeit stellte Aubameyang mit zwei Treffern (55./70.) den zwölften Erfolg der Borussia im Duell mit den Breisgauern nacheinander sicher.

SC-Trainer Streich wirkte angesichts seiner verunsichert scheinenden Mannschaft nachdenklich. Er wechselte schon Mitte der ersten Hälfte Marc-Oliver Kempf für Onur Bulut ein und stellte seine Abwehr um. Am dominanten Auftritt des BVB änderte das nichts. Schwolow rettete gegen Marco Reus und Guerreiro (31.). Reus verpasste zudem eine gefährliche Hereingabe Aubameyangs (45.).

Nach dem Wechsel legten die Dortmunder schnell nach. Nationalspieler Reus trickste Caglar Söyüncü aus und legte quer auf Aubameyang, der nur noch ins Tor schieben musste. Freiburg wurde anschließend durch einen Kopfball von Nils Petersen gefährlich (59.). Der eingewechselte Florian Niederlechner hatte die beste Chance für den Sport-Club, scheiterte aber am früheren Freiburger Roman Bürki im BVB-Tor. Aubameyang sorgte dann mit seinem zweiten Treffer für das Endergebnis. «Die Frage war nur, wann er endlich wieder trifft», sagte Bürki. «Er hat wieder gezeigt, was er am besten kann.»